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Die Meisterschaft durfte Hoeneß noch auf freiem Fuß feiern. Die letzten Spiele muss der FCB ohne den verurteilten Ex-Vorstand bestreiten.

München.  Uli Hoeneß hat anscheinend noch mehr als die bislang bekannten 28,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, hat die Steuerfahndung Rosenheim, die derzeit die kompletten Unterlagen des Hoeneß-Kontos bei der Züricher Vontobel Bank durcharbeitet, bereits eine hinterzogene Summe von mehr als 30 Millionen Euro errechnet. Die Berechnungen seien noch nicht abgeschlossen, ein Steuerbescheid noch nicht erstellt.

Erst wenn Hoeneß seine Schulden beim Staat beglichen hat, steht ihm die Möglichkeit einer so genannten Halbstrafe offen. Damit müsste er lediglich eine 21-monatige Haftstrafe verbüßen und könnte bereits nach drei Monaten Freigänger werden. Hoeneß und seine engsten Berater trafen sich dem Focus zufolge, um eine Strategie für den Umgang mit den Finanzbehörden vorzubereiten und Hoeneß eine möglichst kurze Haftdauer zu ermöglichen.

Verzicht auf Revision

Hoeneß war am 13. März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Tags darauf hatte er erklärt, auf eine Revision zu verzichten. Seine Ämter als Präsident und Aufsichtsratschef von Bayern München legte er nieder.

Im Prozess gegen das Stern-Magazin klagte der 62-Jährige erfolgreich auf Unterlassung. Das Nachrichtenmagazin darf nun nicht mehr über über Informationen des schweizer Kontos berichten. Gegen das Urteil wird Berufung eingelegt. Das erste Spiel der Bayern als Meister gegen 1899 Hoffenheim wird Uli Hoeneß im Stadion verfolgen, vermutlich sein Letztes vor Haftantritt. Karl-Heinz Rummenigge sagte zu Bild: "Uli ist uns immer herzlichst willkommen."

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