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Die TSG Hoffenheim vor der Brust und Manchester United schon im Kopf: Beim FC Bayern München ist nach der Titelverteidigung nun die Champions League wichtig.

München. Der Gegner am Samstag heißt 1899 Hoffenheim, doch für Bayern München ist das erste Pflichtspiel nach dem vorzeitigen Gewinn der 24. deutschen Meisterschaft nur ein Zwischenschritt. "Natürlich", sagte Trainer Pep Guardiola am Freitag, werde den kommenden Gegnern in der Bundesliga der gebotene Respekt entgegengebracht. Gedanklich aber ist der Spanier schon weiter: "Wir haben nächsten Dienstag ein Finale, unser erstes Finale."

Dieses "Finale" ist zunächst einmal nur das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League bei Manchester United, doch was Guardiola sagen will, ist klar: Die Meisterschaft ist gewonnen, jetzt zählen die anderen beiden Titel, die zur "Triple-Verteidigung" nötig sind - DFB-Pokal und Champions League. "Das nächste Spiel", sagte Guardiola, "ist immer das wichtigste, aber natürlich ist das wichtigste Spiel das Viertelfinale."

Bundesliga abgehackt?

Die Bundesliga scheint Guardiola schon abgehakt zu haben. Dass die Meisterschaft nun so früh gewonnen wurde wie nie, dass der FC Bayern auch noch einen Rekord nach dem anderen verbessern oder aufstellen kann - "das ist komplett egal", sagte Guardiola. "Wir haben", ergänzte er, "jetzt nur drei wichtige Spiele", als da sind: das Viertelfinale am 2. und 9. April gegen Manchester United, und dann das Halbfinale im DFB-Pokal am 16. April.

Die Meisterschaft scheint für Guardiola schon Geschichte. "Ich bin glücklich, sehr glücklich", versicherte er, "ich freue mich für die Spieler, den Verein, die Fans." Es sei, nur damit ihn keiner missverstehe, ja auch "nicht einfach, die Bundesliga zu gewinnen, es wirkt einfach, aber es ist nicht einfach". Deshalb sei es auch schön gewesen, das am vergangenen Dienstag in Berlin gleich zu feiern, und ja, es stimme, er sei "natürlich" ein guter Tänzer.

Aber nun ist auch wieder gut. Gegen Hoffenheim, betonte Guardiola, "müssen wir so gut wie möglich spielen, um uns auf das Viertelfinale in Manchester vorzubereiten." Gegen Hoffenheim wird Torhüter Tom Starke spielen dürfen, es ist schließlich sein ehemaliger Verein, der da kommt. Darüber hinaus aber wünscht sich Guardiola, dass die Spieler jetzt "nicht nur" an das Viertelfinale gegen Manchester denken - reicht schon, wenn er das bereits tut.

TSG vor der Brust, United im Kopf

Gegen Hoffenheim soll schließlich auch kein Schlendrian einkehren, das ist Guardiola schon wichtig. "Wir wollen gut spielen, gewinnen und weitermachen", betonte er, "wir müssen gut spielen, für die Fans, die kommen, wir haben die deutsche Meisterschaft gewonnen, aber wir müssen jetzt weitermachen." Einen Mangel an Konzentration werde es bei seinen Spielern übrigens nicht geben: "In jedem Spiel gibt es ein kleines Detail, das wir verbessern können."

Übrigens: Ein Selbstläufer werde das Viertelfinale gegen Manchester United nicht, betonte Guardiola, mag der Gegner gerade auch ein heftige Krise durchmachen: "Wir müssen uns das Halbfinale verdienen."

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