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Zwei Spiele in Folge zu verlieren, schmerzt im Abstiegskampf. Nach der Heimpleite gegen die Wölfe machte der Vize-Kapitän seinem Ärger Luft.

Bremen. Am 27. Spieltag kassierte Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg eine bittere 1:3-Niederlage, bereits die Zwölfte in dieser Saison. Aaron Hunt appellierte nun an seine Vereinskollegen.

Der 27-Jährige gehört zu den Urgesteinen, kam 2004 aus der eigenen Jugend, gewann 2009 mit der Mannschaft DFB-Pokal und Supercup. "Wir tun uns unglaublich schwer, wenn wir selber im Ballbesitz sind", erklärte er nach dem Spiel gegen den VfL und kritisierte seine Mannschaft: "Ich habe das Gefühl, dass zu wenige den Ball haben wollen. Aber jeder muss ihn haben wollen. So wie in den letzten beiden Spielen geht es nicht."

Offensive ohne Glanz

Das Spiel im Mittelfeld findet bei den Bremern kaum statt. Spielmacher Hunt und Ludovic Obraniak fanden auf dem linken Flügel nicht zueinander, während Zlatko Junozovic sich auf rechts als Dauerläufer outet. Auch der Sturm blieb gegen die Wölfe glanzlos. Nils Petersen und Franco di Santo schossen gemeinsam bislang magere acht Tore.

Bei Petersens Auswechslung gab es ein Pfeifkonzert gegen den Angreifer. Er zeigte gar Verständnis: "Ich habe viele Bälle verloren, kaum welche festgemacht und die Chancen nicht genutzt – es war kein guter Auftritt. Die Pfiffe waren nicht schön, aber damit muss ich leben. Die Leute wollen Tore sehen." Auf die Frage, ob die Bremer ein Problem im Sturm haben, antwortete der 25-Jährige: "Davon kann man schon reden. Franco hat zwei Tore, ich sechs."

Eichin: "Nicht mit dem Finger zeigen"

Sportdirektor Thomas Eichin warnte nach der Kritik seines Zehners: "Wir dürfen jetzt nicht damit anfangen, dass der eine auf den anderen losgeht und Spieler mit dem Finger auf andere zeigen." Kapitän Clemens Fritz fand die Aufregung des Vize-Kapitäns nachvollziehbar: "Wir sind alle gefordert. Jeder muss die Überzeugung haben, etwas mit dem Ball zu machen."

Aktuell steht Werder Bremen auf dem 13. Tabellenplatz mit 29 Punkten und einer Tordifferenz von Minus 22 – nur Eintracht Braunschweig als Tabellenletzter hat eine schlechtere Gegentore-Bilanz. Am kommenden Sonntag spielen die Grün-Weißen gegen das punktgleiche Hannover 96.

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