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Hamburgs Manager gibt sich im Saisonendspurt zuversichtlich und versucht, Druck von der Mannschaft zu nehmen. Darüber hinaus gab er Einblicke in den internen Umgang mit dem Abst...

Hamburg. HSV-Manager Oliver Kreuzer hat Einblick in den Umgang der Hamburger mit dem Abstiegskampf gegeben und lobte Trainer Mirko Slomka für seine Umstellungen innerhalb kürzester Zeit. Für die verbleibenden Spieltage fordert er vor allem Ruhe und Vertrauen in die Mannschaft.

Nach der 0:3-Klatsche gegen Hertha BSC am 20. Spieltag, so Kreuzer in der Hamburger Morgenpost, sei ihm der Gedanke gekommen, dass der HSV bis zum Saisonende im Abstiegskampf stecken könnte. Es folgte eine 2:4-Pleite bei Eintracht Braunschweig, ehe Trainer Bert van Marwijk durch Mirko Slomka ersetzt wurde.

"Wir sind nicht mehr so anfällig"

Seitdem holten die Hamburger in fünf Spielen immerhin sieben Punkte, stehen vor dem Spiel gegen den SC Freiburg am Mittwochabend aber dennoch auf dem Relegationsplatz.

"Mag sein, dass dem einen oder anderen Spieler die Situation bewusster geworden ist", erklärte Kreuzer: "Mirko Slomka hat einige Stellschrauben gedreht, taktische Veränderungen vorgenommen. Wir stehen defensiv viel stabiler, sind nicht mehr so anfällig. Nur vier Gegentore in fünf Spielen sprechen für sich. Mit dieser wiedergewonnenen Sicherheit wächst das Vertrauen der Mannschaft in ihre Stärke. Die Spieler wissen, dass sie mithalten können mit allen Teams."

Dosierte Appelle an die Mannschaft

Im Schlussspurt der Saison müsse man jetzt vor allem Ruhe und Gelassenheit vorleben, dennoch habe er bereits einige Male einschreiten müssen: "Wenn ich das Gespür hatte, dass sich Dinge falsch entwickeln. Dann muss ich auch das Recht haben, zur Mannschaft zu sprechen. Aber es muss dosiert bleiben. Es macht keinen Sinn, alle zwei Wochen einen flammenden Appell an die Mannschaft zu richten."

Letztlich sei das Selbstvertrauen der Spieler mitentscheidend: "Vor allem ist es wenig sinnvoll, Hochrechnungen anzustellen, das bringt nichts. Außerdem bin ich überzeugt, dass es noch einige Überraschungen gibt. Unsere Hauptaufgabe ist es, den Spielern Vertrauen zu geben, sie müssen spüren, dass wir absolut vom Klassenerhalt überzeugt sind."

Dazu zählten zuletzt mit Robert Tesche und Michael Mancienne auch Profis, die unter Thorsten Fink zu Saisonbeginn keine Rolle spielten und verkauft werden sollten. "Im Fußball sind eben nicht alle Dinge zu kalkulieren. Wie würden Sie denn handeln, wenn Ihnen ein Trainer sagt: Dieser Spieler läuft bei mir nie mehr auf?", so Kreuzer: "Sie hätten wohl auch nicht im vergangenen Sommer vorausgesagt, dass wir im März den dritten Trainer der Saison haben."

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