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Jos Luhukay: "Müssen Leistung von München abrufen"

Hertha BSC will gegen Bayern an die Leistung des Hinspiels anknüpfen. Inwieweit das der dünn besetzte Kader zulässt, ist noch fraglich.

Berlin. Am Dienstag kann der FC Bayern mit einem Sieg gegen Hertha BSC die früheste Meisterschaft in der Geschichte der Bundesliga feiern. Doch die Berliner wollen nach dem Spiel auf keinen Fall nur Spalier stehen und den Münchnern gratulieren.

"Nein, das ist nicht unsere Aufgabe. Und wenn es wirklich so kommt, dann werden wir herzlich gratulieren“, sagte Berlins Manager Michael Preetz der dpa. Bereits beim 3:2 des Rekordchampions im Hinspiel entpuppte sich die Alte Dame schon fast als Stolperstein. "Wir hatten sie mindestens am Rande eines Punktverlustes, vielleicht sogar einer Niederlage."

"Müssen sehen, wie weit wir Widerstand leisten können"

"Wir müssen als Team annähernd eine Leistung abrufen wie in München", forderte Hertha-Coach Jos Luhukay. Das könnte jedoch schwieriger werden als gedacht. "Wir sind nicht in der gleichen Phase wie beim ersten Spiel."

Seit vier Spielen sind die Hauptstädter sieglos, Fabian Lustenberger, Marcel Ndjeng und Tolga Ciegerci fallen verletzt aus. Zudem wurden Sami Allagui sowie Änis Ben-Hatira aus dem Kader gestrichen. Dazu kommt, dass von Herthas Offensive im Jahr 2014 nur Adrian Ramos getroffen hat.

Bei solchen Aussichten kann die Hoffnung schon einmal schwinden. "Wir müssen sehen, wie weit wir in der Lage sind, Widerstand zu leisten", so Luhukay. Kampflos will sich die Hertha aber trotzdem nicht präsentieren.

Bayern-Dominanz wird in den nächsten Jahren anhalten

"Ob in einer guten oder weniger guten Phase: Wenn Bayern München kommt, hat man vielleicht eine Zehn-Prozent-Chance zu gewinnen. Wir müssen versuchen, unser Spiel umzusetzen und den Fans etwas zu bieten," erklärte Luhukay weiter.

In naher Zukunft sieht Michael Preetz keine Mannschaft in der Bundesliga, die dem FCB gefährlich werden kann: "Ich sehe im Moment in der Liga keine Mannschaft, die in der Lage ist, in den nächsten Jahren den Abstand zu verkürzen. Dieser Verein hat sich seinen Status durch herausragende Arbeit in den vergangenen vier Jahrzehnten verdient."

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