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Abstiegskampf ist reine Nervensache. Beim VfB ist die nervliche Anspannung zu spüren und zu sehen. Zwei Schwaben gerieten im vergangenen Spiel einander. Die Emotionen kochten über.

Stuttgart. Nach zehn sieglosen Spielen gewann der VfB Stuttgart im Abstiegsduell gegen den Hamburger SV mit 1:0. Während der Partie waren Torhüter Sven Ulreich und Verteidiger Georg Niedermeier aneinandergeraten. Für den Schlussmann war der Disput ein Zeichen für die nervliche Belastung im Bundesliga-Absteigskampf. Den Sieg selbst sieht er als Befreiung.

"Wir sind froh, dass es nach unserer langen Negativserie endlich wieder geklappt hat", sagte Ulreich im Kicker: "Dieser Sieg war für den Kopf brutal wichtig." Trotz des Sieges habe man den Fokus bereits auf die nächste Partie gerichtet. "Dort fängt alles wieder von vorne an", so der 25-Jährige.

"Wir waren emotional aufgeladen"

Der Stuttgarter Keeper war auf Teamkollege Niedermeier wegen einer Spielsituation losgegangen. Ulreich dazu: "Wir waren emotional aufgeladen, da kann so etwas vorkommen." Es habe sich um eine "normale Meinungsverschiedenheit" gehandelt, die "schnell ausgeräumt" gewesen sei.

Für den Streit sah Ulreich vom Unparteiischen Dr. Felix Brych die Gelbe Karte. Der Haussegen hängt wegen dieser Reiberei aber nicht schief. "Wir haben alle das gleiche Ziel", betonte das VfB-Eigengewächs: "Das zeigt, dass wir alle voll beider Sache sind." Auch Trainer Huub Stevens kann dem Zoff etwas Positives abgewinnen: " Gut, dass es passiert ist. Das zeigt, da ist Leben in der Bude."

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