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Trotz Platz fünf: Gladbacher bleiben zurückhaltend

Auf den Dreier beim BVB folgte der erste Heimsieg des Jahres. Die Fohlen sprangen dadurch auf den fünften Rang. Ambitionen Richtung Europa wollte aber keiner so richtig äußern.

Mönchengladbach. Im Rahmen des 26. Spieltages der 1. Bundesliga siegte Borussia Mönchengladbach vor eigener Kulisse mit 3:0 gegen Hertha BSC. Obwohl die Fohlen damit auf den fünften Platz kletterten, äußerten sie sich mit Blick auf den Europapokal eher zurückhaltend.

„Wir haben jetzt zwei sehr wichtige Siege eingefahren. Mehr ist noch nicht passiert", befand Max Kruse nach dem Spiel. In der Vorwoche hatten die Gladbacher bei Borussia Dortmund den ersten Sieg der Rückrunde geschafft. Den Erfolg beim BVB bezeichnete der Nationalspieler rückblickend als "Brustlöser für uns. Diesmal", so Kruse weiter, "haben wir gezeigt, dass wir auch wieder ansprechenden Fußball zeigen können."

Anstatt vom Europapokal zu sprechen, blickte der 26-Jährige lieber auf den nächsten Gegner: "Wir haben jetzt 42 Punkte, aber eine harte englische Woche vor uns. Jetzt geht es weiter in Frankfurt."

Ben-Hatira hätte für anderen Spielverlauf sorgen können

Auch Trainer Lucien Favre befasste sich nach der Partie nicht mit Europa, analysierte stattdessen das Spiel. "Wir waren sehr effizient heute. Wir wollten kein Tor kriegen und haben gut verteidigt. Es hat alles geklappt heute", war er zufrieden. Lobende Worte fand der Schweizer auch für seinen Ex-Klub: "Es war nicht leicht gegen diesen Gegner. Wenn sie ihre große Chance zum 1:0 genutzt hätten, dann weiß ich nicht, was passiert wäre."

Über eben jene vergebene Chance von Änis Ben-Hatira sprach auch Favres Gegenüber - Jos Luhukay. "Das Spiel hätte anders laufen können, wenn wir unsere große Chance zum 1:0 genutzt hätten", meinte der Niederländer im Anschluss an die Partie. So aber geriet die Hertha "noch vor der Halbzeit ziemlich schnell in eine aussichtslose Situation." Zwar habe man nach dem klaren Rückstand "wieder Kontrolle gewonnen und kaum etwas zugelassen, wir waren dabei aber selbst nicht zwingend genug."

Raffael: Spiel gegen Bruder Ronny "wie ein Traum"

Was den Berlinern fehlte, war das Überraschungsmoment, mal eine Einzelaktion. Raffael war über vier Jahre ein Mann für solche Momente, traf heute nun erstmals gegen seinen Ex-Klub. "Bei meinem Tor habe ich nicht gejubelt aus Respekt vor Hertha, ich habe schließlich fünf Jahre in Berlin gespielt", erklärte der Brasilianer.

Besonders war die Partie für ihn auch deshalb, weil er erstmals in einem Pflichtspiel auf seinen Bruder Ronny traf: "Gegen meinen Bruder zu spielen, war wie ein Traum. Als Kinder haben wir auch gegeneinander gespielt – heute im Stadion. Das war sehr speziell."

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