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Jürgen Klopp: "Großartiger Erfolg hinter 1:2-Niederlage versteckt"

Borussia Dortmund ist im Viertelfinale der Champions League! Nach einer Heimniederlage gegen Zenit St. Petersburg ist man trotz des Ergebnisses zufrieden.

NACHBERICHT
aus Dortmund berichtet Stefan Döring

"Das Wichtigste ist, dass wir eine Runde weiter sind", so einfach fasste Marcel Schmelzer das Rückspiel in der Champions League zwischen Borussia Dortmund und Zenit St. Petersburg zusammen. In der Tat stand nicht mehr aber vor allem nicht weniger am Ende für den BVB zu Buche. Trotz einer 1:2-Heimniederlage können sich die Borussen auf den FC Barcelona, Real Madrid oder Paris St. Germain freuen.

Ganz so einfach sollte es sich die Mannschaft von Jürgen Klopp aber dann nicht machen, fehlte doch erneut in einem Heimspiel das nötige Selbstverständniss, mit der sie in den erfolgreichen Jahren auftrumpfen konnten. Der BVB spielte ohne Tempo, das Pressing fiel nahezu komplett aus. Auch waren Nuri Sahin und Pierre-Emerick Aubameyang erneut wenig eingebunden in das Spiel der Borussia. Dazu trug aber auch Zenit bei, das sich stark verbessert gegenüber dem Hinspiel zeigte - und vor allem aggressiver und lauffreudiger als zuletzt.

Erfolg hinter der Niederlage

"Es war nicht leicht. Zenit hat eine gute Mannschaft und sie kamen mit dem letzten Funken Hoffnung. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir sechs Stammspieler permanent ersetzen müssen. Das schafft keine Mannschaft ohne Substanzverlust", erklärte Aubameyang die erneut schwache Leistung der Dortmunder. Doch Jürgen Klopp wollte auf der Pressekonferenz nach der Partie die Niederlage nicht zu hoch hängen: "Wir müssen lernen, dass sich ein großartiger Erfolg hinter einer 1:2-Niederlage versteckt."

Im Viertelfinale der Champions League stehen nun übrigens das erste Mal, seitdem es das Achtelfinale in der Champions League gibt (2003), alle Gruppensieger. "Das ist die Creme de la Creme des Fußballs ... und wir. Leider geil", betonte Jürgen Klopp diesen Umstand. Wirkliche Lieblingsgegner haben allerdings nur die wenigsten Dortmunder, nur sollte es gegen eine "Mannschaft gehen, gegen die wir noch nicht gespielt haben", erklärte Mats Hummels. Aubameyang wurde da aber schon deutlicher und wünscht sich "Paris oder Barcelona - das wäre super."

Leistungssteigerung nötig

Doch egal, welcher Gegner im Viertelfinale auf den BVB wartet, leicht wird es sicherlich nicht. Das weiß auch Robert Lewandowski, der im Hinspiel gesperrt fehlen wird. Aber nicht nur deswegen fordert er eine Leistungssteigerung in der nächsten Runde: "Wenn wir so im Viertelfinale spielen, wird es schwer." Mats Hummels ist sich zudem sicher, dass der BVB aufgrund der Personalsituation "mindestens ein kleiner Außenseiter" ist.

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