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BVB setzt auf Hummels: Mehr Punkte, mehr Stabilität

Laut Statistik war der Saisonverlauf von Borussia Dortmund eng mit der Verletzungsmisere von Mats Hummels verknüpft. Zum Endspurt meldet sich der Nationalspieler zurück.

Dortmund. Sein Tatendrang ist unübersehbar. Nach zahlreichen Wochen auf der Tribüne und in der Reha ist Mats Hummels wieder als Führungskraft in der Defensiv-Abteilung von Borussia Dortmund allseits präsent. Gegen Borussia Mönchengladbach bestritt der Nationalspieler in der laufenden Saison erst seinen 14. Bundesliga-Einsatz und deutete an, welchen großen Stellenwert er für den deutschen Fußball-Vizemeister hat.

Denn von den elf Liga-Spielen ohne den Innenverteidiger konnten die Westfalen nur vier gewinnen und kassierten allein 16 Gegentore. Dagegen verlor der BVB mit Hummels nur dreimal und fuhr 33 Punkte ein. Gegen Gladbach konnte jedoch auch Hummels die unnötige 1:2-Niederlage nicht verhindern, verdiente sich in einer insgesamt enttäuschen Dortmunder Mannschaft noch die Bestnote.

Eingeklemmter Nerv, Rückenprobleme, Bänderdehnung und Fußverletzung zwangen den 25-Jährigen in dieser Spielzeit zu insgesamt drei Monaten Pause. Auch in der Champions League konnte er bisher nur drei der bisher sieben Begegnungen bestreiten. Am Mittwoch steht das Duell gegen Zenit St. Petersburg auf dem Programm.

Lob von Zorc

"Wenn Mats dabei ist, dann hat das auch eine positive Wirkung auf die anderen", sagte Sportdirektor Michael Zorc und meinte die Ausstrahlung des 1,92 Meter großen und technisch starken Abwehrstrategen. Schmerzlich vermisst wurden neben der Zweikampfstärke auch die spielerischen Qualitäten, besonders bei der Spieleröffnung.

Die Statistik weist eine Passquote von 83 Prozent und eine Anzahl von 70 Pässen pro Spiel aus. Zudem erledigt Hummels seinen Job als Sicherheitschef mit einer imposanten Souveränität, die ihm den Status als fairster Innenverteidiger der Bundesliga mit durchschnittlich nur einem Foul pro Spiel sicherte. In der Saison 2012/13 endete gar eine Serie von 49 Bundesligaspielen ohne Gelbe Karte - wohlgemerkt als Innenverteidiger.

"Verletzungen gehören dazu"

Hummels ist froh, dass die Leidenszeit vorbei ist, kann ihr aber am Ende auch Positives abgewinnen. "Man kriegt zumindest wieder diese komplette, hundertprozentige Motivation und Lust", berichtete Hummels in einem Interview im Stadionmagazin Echt. "Es gibt keinen Leistungssportler, der es geschafft hat, 15 Jahre auf hohem Niveau und ohne Verletzungen zu spielen. Verletzungen gehören dazu. Im Laufe der Zeit lernt man aber besser damit umzugehen", ergänzte Hummels.

Ein paar Spiele benötige er nach den Rückschlägen der vergangenen Monate jedoch noch, um wieder bei einhundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit anzukommen - natürlich auch mit Blick auf die WM im Sommer in Brasilien. Aber zunächst hat er mit dem BVB Tabellenplatz zwei am Saisonende sowie den Sprung ins Pokalfinale am 17. Mai in Berlin im Visier - ein Sieg im Halbfinale gegen Wolfsburg vorausgesetzt. Ab dem Pokal-Endspiel denke er an die WM, versicherte Hummels.

Anhaltende Gerüchte um Wechsel zu Barca

Keinen Gedanken verschwendet er angeblich an einen Abschied aus Dortmund, obwohl seit Monaten hartnäckig Gerüchte über das Interesse des FC Barcelona durch die Medien geistern. Erst recht, nachdem Barcas Abwehrchef Carles Puyol das Ende seiner Karriere am Saisonende verkündete. Der Vertrag von Hummels in Dortmund läuft noch bis 2017.

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