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Borussia Mönchengladbach hat den Abwärtstrend nach neun Spielen ohne Sieg bei Borussia Dortmund gestoppt. Max Kruse traf nach 870 Minuten ohne Torerfolg wieder.

Dortmund. Das Ende der langen Leidenszeit bekam Max Kruse gar nicht mehr richtig mit. Nach seiner Auswechslung hockte der Nationalspieler auf der Gladbacher Bank und sah überhaupt nicht mehr hin. "Ich habe ziemlich gelitten", gestand Kruse. Doch nach dem Abpfiff und dem 2:1 (2:0)-Erfolg bei Vizemeister Borussia Dortmund kannte der Jubel beim 25-Jährigen und der Gladbacher Mannschaft keine Grenzen mehr. Das Team von Trainer Lucien Favre feierte den ersten Sieg seit neun Spielen, Kruse das Ende seiner 870 Minuten andauernden Torflaute.

"Irgendwo ist es schon eine Last, die abfällt, wenn man so lange nicht trifft", sagte Kruse. Seine persönliche Krise war Sinnbild der Gladbacher Misere. Kruse und sein Klub waren zuletzt am 7. Dezember beim 2:1 gegen Schalke 04 zu einem Erfolgserlebnis gekommen. "Ich verspüre eine gewisse Erleichterung. Das war wichtig für das Team und wichtig für mich", sagte Kruse nach seinem neunten Saisontor (40.).

Gladbacher erleichtert

Diese Erleichterung war bei allen Gladbachern greifbar. Nach der märchenhaften Hinrunde lief in den vergangenen Wochen nicht mehr viel zusammen, die Europacupträume des fünfmaligen deutschen Meisters drohten frühzeitig zu platzen. "Wir haben gezeigt, dass die Mannschsft lebt", stellte Sportdirektor Max Eberl nach dem überraschenden Auswärtssieg, den der starke Brasilianer Raffael mit seinem 13. Saisontreffer einleitete (31.), zufrieden fest.

Kompakt, lauffreudig, zielstrebig - die Borussia knüpfte drei Tage nach der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Favre bis 2017 an die starken Leistungen aus der ersten Serie an. "Wir waren heute eine Einheit auf dem Platz", sagte Favre: "Es war eine schwere Zeit. Der Sieg ist eine Erleichterung für uns alle."

Zumindest die Europa-League-Plätze haben die Gladbacher nun wieder fest im Visier. "Wir dürfen uns jetzt zwei Tage freuen, dann geht es auch schon weiter", meinte Kruse. Auch Favre ermahnte seine Mannschaft, sich auf dem Coup von Dortmund nicht auszuruhen: "Wir müssen weiter hart arbeiten, an uns glauben und Gras fressen."

Das gilt auch für Havard Nordtveit, der mit seiner unnötigen Gelb-Roten-Karte (69.) den Sieg noch einmal in Gefahr gebracht hatte. Eine interne Geldstrafe muss er laut Favre aber nicht befürchten. Das hätte in die Gladbacher Jubelstimmung auch nicht gepasst.

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