Julian Korb von Borussia Mönchengladbach: "Es dreht sich alles um Dortmund"

Nach neun sieglosen Spielen will Julian Korb mit Borussia Mönchengladbach ausgerechnet im Borussen-Derby punkten. Mit seinem persönlichen Erfolg hat selbst er nicht gerechnet.
Mönchengladbach. In der letzten Saison sollte Julian Korb noch ausgeliehen werden. In der laufenden Spielzeit ist er bei Borussia Mönchengladbach als rechter Außenverteidiger gesetzt. Mit Florian Groeger, Ruhrnachrichten, sprach der 21-Jährige über die Krise seines Vereins, das Borussen-Duell und seine Entwicklung.

"In unseren Köpfen dreht sich alles um Dortmund. Wir wollen etwas mitnehmen, drei Punkte wären natürlich optimal", sagt der Gladbacher zuversichtlich. Der Hamburger SV konnte die Wende mit dem Sieg gegen den BVB einleiten, auch Korb "hätte nichts dagegen." Nach neun Spielen in Folge ohne Sieg fällt es dem Verteidiger schwer, Gründe für die Negativserie zu finden: "Häufig haben wir es versäumt, nach einer Führung einen weiteren Treffer nachzulegen – wie am letzten Spieltag gegen Augsburg."

Torchancen? Ja. Tore? Zu wenig.

Laut Julian Korb stimmt es trotz der Negativserie innerhalb der Mannschaft. Die Spielweise der Fohlen sieht der 21-Jährige auch nicht als Problem: "Wir haben uns auch in dieser schwierigen Phase immer gute Torchancen herausgespielt. Es fehlt aber das Erfolgserlebnis." Seine eigene Entwicklung überrascht auch ihn: "Ich hätte nicht mit dieser Entwicklung gerechnet, ja. Ich fühle mich sehr wohl in Mönchengladbach, deshalb habe ich auch meinen Vertrag in der vergangenen Woche verlängert."

Nicht nur Julian Korb, sondern auch der Trainer unterschrieb in der letzten Woche einen neuen Vertrag. Der Youngster freut sich besonders, über dieses Signal innerhalb des Vereines: "Für mich ist Lucien Favre ein extrem wichtiger Faktor." Auch die Arbeit des 56-Jährigen ist nicht zu diskutieren, trotz Misere: "An seiner Arbeit hat sich nichts geändert. Sein Ziel ist es, jeden Spieler besser zu machen."

"Nur auf das nächste Spiel konzentrieren"

Die Champions-League-Ambitionen seines Vereines streitet er ab: "Wir sind noch nicht so weit wie Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen." Zu den immer höher gewordenen Ansprüchen der Fans, sagt der Rechtsfuß: "Wir können ja nicht mit dem Ziel in die Saison gehen, dass alle Platzierungen jenseits des Europapokals eine Katastrophe sind."

Vor dem Spiel gegen Dortmund ist Julian Korb der Ansicht, dass "wir an unserem Spiel festhalten müssen." Ein wichtiger Aspekt, mit Blick auf die eindrucksvolle Kulisse im Signal-Iduna-Park, ist für ihn, dass die Fohlen "sicherlich spielerisch mithalten können." Fragt man den Essener, ob das Hinrunden-Ergebnis, trotz dominanter Dortmunder zufriedenstellend wäre, erklärt er lachend: "Klar, das würde ich sofort unterschreiben."

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