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Nach Kritik aus München: Konkurrenten kontern Matthias Sammer

Nach der Auseinandersetzung zwischen dem ehemaligen Trainer der Dortmunder und Jürgen Klopp melden sich auch weitere Verantwortliche zu Wort. Klopp erhält dabei Rückendeckung.

München. Sportvorstand Matthias Sammer vom FC Bayern bekam nach seinen jüngsten Aussagen, in denen er die Arbeit der anderen Vereine infrage stellte, Gegenwind aus Dortmund. Weitere Verantwortliche anderer Bundesliga-Vereine machten nun deutlich, dass Sammers Kritik fehl am Platz war.

Hannover-Manager Dirk Dufner erklärte via Bild: "Das ist hochgradig arrogant von Matthias Sammer. Ich bin mir auch sicher, dass er den Satz nicht noch mal wiederholen würde – wenn er darüber nachdenkt. Es ist eine Frechheit, den anderen Mannschaften zu unterstellen, sie würden nicht genug trainieren. Ich kann Jürgen Klopp da voll verstehen!"

Sammers Kritik Stein des Anstoßes

"Vielleicht sind wir von der Qualität, aber auch von der Mentalität im Moment anderen überlegen. Und vielleicht ist das die Message nach draußen: Wird denn woanders auch jeden Tag akribisch trainiert, als würde es kein Morgen geben? Das tägliche Training, die tägliche Ansprache ist das Produkt einer Entwicklung. Und die hat der eine oder andere Klub in Deutschland nicht", hatte Sammer bei Sport1 gesagt und damit eine Diskussion entfacht.

BVB-Trainer Jürgen Klopp konterte daraufhin unter der Woche:  "Ich glaube nicht, dass Bayern einen Punkt weniger hätte, wenn Matthias Sammer nicht da wäre."

Klopp erhält Unterstützung

Auch weitere Verantwortliche meldeten sich zu Wort. Mainz-Manager Christian Heidel machte vor allem die finanziellen Vorteile der Münchener für den großen Leistungsunterschied verantwortlich: "Wenn wir auch die Möglichkeit hätten, in zwei Jahren für 130 Millionen Spieler zu kaufen, werden wir auch ohne die Ratschläge von Matthias Sammer Meister. So schwer ist das dann auch nicht!"

Oliver Kreuzer, Sportvorstand des Hamburger SV, zeigte sich ebenfalls  nicht begeistert über Sammers Aussagen: "Gratulation an Jürgen Klopp. Ich glaube, er hat viel Unterstützung in der gesamten Liga. Die Bayern haben so viele Punkte Vorsprung, weil sie die besten Spieler haben – nicht, weil sie die beste Trainingslehre haben."

Sammer rudert zurück

Sammer selbst ruderte nach dem Gegenwind durch seine Kollegen bei Sky etwas zurück und versuchte, deeskalierend zu wirken: "Ich möchte auf keinen Fall irgendwelche Kritik äußern. Und so sollte man das auch nicht aufnehmen."

Er fügte hinzu: "Es ist die Stärke von Bayern München, dass wir uns auf uns konzentrieren und fokussiert sind." Die Leistung der Mannschaft scheint die Diskussion nicht zu beeinflussen. Nach dem 6:1-Sieg beim VfL Wolfsburg empfangen die Münchener am Dienstag den FC Arsenal (20.45 Uhr im Liveticker bei Goal) im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals.

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