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Keller: "Trainer sind auch Schauspieler"

Der Schalker Coach sieht für seine Zunft auch schauspielerische Qualitäten vonnöten. Die Qualifikation zur Königsklasse wähnt er nicht in Gefahr.

Gelsenkirchen. Jens Keller, Trainer von Schalke 04, hat sich über das Trainergeschäft in der Bundesliga geäußert. Das Coaching sei heute nicht mehr allein wichtig, es ginge auch um die Außendarstellung. Zudem ist er sicher, die erneute Qualifikation für die Champions League zu schaffen - und sieht Ralf Fährmann als möglichen WM-Fahrer.

"Gerade als Trainer ist man schon ein Teil Schauspieler und nicht nur Trainer. Eigentlich müsste in der Trainerausbildung auch noch Schauspielerei mit dabei sein", gab Keller im Audi Star Talk Einblick in die Arbeit als Bundesligatrainer.

Besonders auf Schalke herrscht ein besonderes Klima in Sachen Medienecho und Erwartungshaltung. Keller betonte: "Schalke ist ein außergewöhnlicher Verein mit außergewöhnlichen Fans. Der Verein lebt - in beide Richtungen: nach unten und nach oben. Ich habe sehr, sehr viel gelernt im letzten Jahr."

Immer wieder wurde der 43-Jährige abgeschrieben und eine Trainerentlassung herbeigeredet - trotzdem hält er sich seit Dezember 2012 auf dem Trainerstuhl bei den Königsblauen. "Das, was ich in 15 Monaten auf Schalke als Trainer erlebt habe, schaffen andere in ihrer ganzen Trainerkarriere nicht", so Keller.

Keller von CL-Quali "hundertprozentig überzeugt"

Zwar ist das Aus in der Champions League nach der 1:6-Schmach gegen Real Madrid praktisch besiegelt, zudem gab es in der Bundesliga empfindliche Rückschläge. Dennoch mischt Schalke als Vierter weiter mit im Kampf um die Königsklasse.

Keller geht von einer erneuten Qualifikation aus: "Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir das schaffen. Es ist für Schalke 04 wichtig, dass wir wieder die Champions League erreichen. Denn es geht unter dem Strich auch immer wieder ums Geld", rechnete der gebürtige Stuttgarter vor. "Es geht nicht nur darum, dass wir in die Mannschaft investieren", so Keller, der auf die Infrastruktur und die Jugend, "von der wir sehr viel profitieren", verwies.

Hinsichtlich der Chancen Schalker Spieler, noch auf dem WM-Zug aufzuspringen, sagte der Ex-Profi: "Spontan würden mir zweieinhalb Spieler einfallen, wo ich es mir vorstellen könnte, dass sie zur WM fahren: Draxler und Höwedes." Auch Torhüter Fährmann sieht er im Rennen: "Wenn er diese Leistungen weiter zeigt, dann ist das auch nicht eine so schlechte Option."

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