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Hamburgs Calhanoglu vor Nord-Derby: "Habe mich von Werder verarscht gefühlt"

Hamburgs Shootingstar wäre einst fast bei Werder gelandet. Ob der Umgangsformen der Bremer war der Deutsch-Türke ziemlich enttäuscht.

Hamburg. Am Samstagnachmittag steht das Nord-Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV an. Das Duell im Bundesliga-Keller wird für Shootingstar Hakan Calhanoglu durchaus ein besonderes, wäre er doch einst beinahe bei den Grün-Weißen gelandet.

2012, als der Deutsch-Türke noch für den Karlsruher SC spielte, war Werder stark interessiert. Ein Wechsel kam letztlich nicht zustande und der damals 18-Jährige entschied sich für Hamburg. "Ich bin sehr glücklich, dass hier bin. Ich gehe mit Spannung ins Derby, weil wir die Punkte brauchen. Mehr nicht", versucht er sich gegenüber der Bild abgeklärt zu geben.

Kein Nachtreten gegen van Marwijk

Bezüglich der Verhandlungen mit Bremen hat der Offensivmann aber doch noch etwas mehr zu sagen: "Ich habe mich damals von Werder verarscht gefühlt. Sie haben mich nicht angerufen, um mir abzusagen. Dass sie mich aus welchen Gründen auch immer nicht verpflichtet haben, war nicht schlimm. Nicht abzusagen, das war respektlos."

Respektlos wäre es freilich auch, über den erst kürzlich entlassenen Ex-Trainer Bert van Marwijk zu lästern – macht der Calhanoglu jedoch nicht. Stattdessen lobt er den Niederländer, dieser ihn mitunter stets bestärkt habe, Freistöße zu schießen.

Nach dem gelungenen Einstand von Nachfolger Mirko Slomka (3:0 gegen Borussia Dortmund) findet er auch lobende Worte für den neuen Chefbetreuer: "Er hat das Lachen und den Spaß in die Kabine zurückgebracht. Die Stimmung ist gut - auch weil die Verbote wie Fußball-Tennis aufgehoben wurden."

Lob für van der Vaart

Bleibt abzuwarten, wer bei den Hamburgern künftig die Freistöße schießen darf: Der Shootingstar, immerhin mit drei direkt verwandelten Versuchen in dieser Saison, oder Kapitän Rafael van der Vaart. Calhanoglu übt sich in Zurückhalten.

"Ich habe großen Respekt vor Rafa. Er ist ein toller Spieler, ich kann viel von ihm lernen. Wir wollen wieder Erfolg haben, und das geht nur gemeinsam", sagt der 20-Jährige und ergänzt mit Blick auf die Standards: "Wer am Ende den Freistoß ins Netz ballert, ist so was von egal."

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