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Nach sieben Niederlagen in Folge siegten die Rothosen wieder. Dennoch nagt die vergangene Zeit an HSV-Schlussmann Adler, die nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist.

Hamburg. Endlich ein Lebenszeichen des Hamburger SV. Der Bundesliga-Dino siegte daheim mit 3:0 gegen Borussia Dortmund. Der Trainerwechsel zeigte sofort seine Wirkung. Torhüter Rene Adler nimmt jedoch dem designierten Coach Bert van Marwijk in Schutz. Es bleibt allerdings kaum Zeit für Trübsal, da der Klassenerhalt im Fokus steht.

"Wir haben zuletzt viel mit den Fans diskutiert, wir wissen, was auf dem Spiel steht – für uns, den Verein und für die ganze Stadt", sagte der 29-Jährige dem Kicker: "Wir müssen jetzt dranbleiben, dürfen nicht aufhören."

Trotz des Sieges über den BVB möchte Adler nichts von "Auferstehung" hören. Eine ähnliche Woche wie die vergangene habe er "in seiner Karriere so noch nicht erlebt". Besonders seine Fehler in der Partie gegen Eintracht Braunschweig (2:4) seien "nicht spurlos an ihm vorübergegangen". Er betont: "Ich hatte entscheidenden Anteil daran, dass wir ein wichtiges Spiel verloren haben, daran hatte ich zu knabbern, das steckt keiner so einfach weg."

Der Schlussmann weiter: "Mir sind Fehler passiert, aber Fehler sind menschlich." Als Erklärung für seine Aussetzer führt Adler die "emotionale Achterbahnfahrt" der vergangenen Spiele an. Neben den negativen Ergebnissen gegen Hertha (0:3) und die Bayern (0:5) waren die wenigen Trainingseinheiten ein Grund für seine Patzer. "Ohne Vorbereitung war der Akku bei mir in Braunschweig dann einfach leer", so der HSV-Torhüter.

"Mitverantwortlich für Trainerentlassung"

Besonders auch der zweite Trainerwechsel innerhalb einer Saison sei "aus menschlicher Sicht nicht einfach", denn als Mannschaft wisse man, dass man "mit seinen Leistungen dafür verantwortlich" sei. Gegen Dortmund stimmte auch die Laufleistung, nachdem man in der Vergangenheit die schlechtesten Werte gehabt hat. "Jeder hat realisiert, dass es so nicht weitergehen kann, dass wir so nicht bestehen können."

Zwar habe Neu-Trainer Mirko Slomka einen großen Anteil am neuerlichen Erfolg, doch er betont: "Was ich jetzt pro Mirko Slomka sage, wird so ausgelegt, als hätte Bert van Marwijk schlecht gearbeitet – aber das ist nicht der Fall."

"Haben uns der Angst gestellt"

Unter Slomka habe man die "Dinge klar analysiert" und "bei den schlechten Laufwerten angesetzt." Man habe im jeden Training Vollgas gegeben und wieder "Spaß an der Arbeit und am Laufen" gefunden.

"Das Gefühl haben wir mitgenommen. Und wir haben uns der Angst gestellt nach der Niederlagenserie, haben sie bei den Hörnern gepackt", so Adler.

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