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Sebastian Kehl: "Wir müssen uns strecken"

Borussia Dortmund will gegen St. Petersburg die Schmach von Hamburg vergessen machen. Helfen wird dabei auch Robert Lewandowski, der zuletzt etwas kränkelte.

BERICHT
Aus St. Petersburg berichtet Stefan Döring

Nach der blamablen Niederlage beim Hamburger SV gilt es für Borussia Dortmund bei Zenit St. Petersburg Wiedergutmachung zu betreiben. In der Champions League soll die Erfolgsstory des BVB auch im Jahr 2014 forgeführt werden.

Als bei Sebastian Kehl noch alles nach einer normalen Spieltags-Pressekonferenz aussah, hatte noch keiner mit einer neuerlichen Klopp-Show gerechnet. Ein Dolmetscher war engagiert, der sich scheinbar nicht auf die Arbeit vorbereitet hatte. Ständig redete er in die Ausführungen von Klopp dazwischen, was diesen sichtbar nervte. Aber Jürgen Klopp machte das Beste aus der Situation und sorgte so für die Belustigung der anwesenden Journalisten, bekam anschließend sogar Applaus.

Kehl zieht Vergleich mit Donezk

Aber vor allem das Sportliche stand im Vordergrund. St. Petersburg steht noch in der Vorbereitung auf die Saison und muss quasi einen Kaltstart hinlegen. Doch das ist laut Sebastian Kehl kein Vorteil: "Ich sehe das als keinen wirklichen Vorteil an. Zenit hat sich gut vorbereitet und wird gerüstet sein." Kehl zog sogar mit dem Achtelfinalgegner aus dem vergangenen Jahr Parallelen. "Der Vergleich mit Donezk ist gar nicht weit hergeholt. Beide Mannschaften haben viele gute Einzelspieler. Von den äußeren Bedingungen wie in Donezk mal abgesehen. Vielleicht ist die Situation ähnlich. Wäre schön, wenn wir sie endlich lösen könnten."

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Um gegen Zenit wieder in die Spur zu gelangen, ist allerdings mehr gefragt, als nur das spielerische Können, zumal viele Fans den BVB-Sieg schon fest eingeplant haben. "Ich glaube, dass St. Petersburg stärker ist, als viele deutsche Fans und Journalisten glauben. Wir haben uns das in vielen Analysen angeguckt. Wir wollen weiterkommen, müssen uns dafür aber ganz schön strecken", erklärte Kehl.

Wichtig für den Kapitän ist aber, dass der BVB gegen Zenit die Pleite von Hamburg aus den Köpfen bekommt. "Wir waren sehr sauer und enttäuscht, haben einen Spieltag hergeschenkt. Wir haben viel und hart gearbeitet um hierherzukommen und werden mit dem nötigen Selbstbewusstsein hieran gehen", erklärte Kehl weiter.

"Es ist wie so oft im Leben"

Trotz der Spielpause in Russland sieht Jürgen Klopp seine Mannschaft aber gut aufgestellt für die Aufgabe im Petrovski-Stadion in unmittelbarer Nähe zur Neva: "Wir haben alle Spiele gesehen, die man gucken konnte. Wir waren in einer sehr schweren Gruppen, aber deren Gruppe war auch schwer. Deswegen ist es nicht ungewöhnlich, wenn man mit sechs Punkten weiter kommt.

Zu der personell angespannten Lage hatte Jürgen Klopp allerdings eine witzige Erklärung. "Eine unglückliche Situation für uns, dass so viele Spieler verletzt sind. Aber das ist wie so oft im Leben. Wenn die Waschmaschine kaputt geht, ist am nächsten Tag der Trockner auch im Arsch und dann geht der Fernseher auch noch kaputt", sagte der BVB-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

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