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Der ehemalige Nationaltorwart steht für ein Engagement bei Bremen bereit. Zudem trauert er der verpassten Chance nach, zu Real Madrid zu wechseln.

Bremen. Der zurzeit vereinslose Keeper Tim Wiese bietet dem abstiegsbedrohten Ex-Klub Werder Bremen im Interview mit der Sport Bild seine Dienste an. "Bei Werder hatte ich meine schönste Zeit. Natürlich würde ich Werder helfen, wenn man mich fragt", meint der Torhüter. Große Hoffnungen auf ein Comeback beim Weser-Klub macht er sich nicht. "Thomas Eichin und Robin Dutt haben sich dazu in den Medien klar geäußert. Sie wollen den Umbruch mit jungen Spielern weitergehen.“

Die Situation bei den Grün-Weißen beunruhigt den 32-Jährigen. "Der Verein taumelt dem Abstieg entgegen. Schlimm, es macht mich traurig! Werder war zu meiner Zeit eine Top-Adresse in Europa", trauert Wiese der Vergangenheit nach. "Es ist einiges schiefgelaufen, leider!"

"Hätte zu Real gehen müssen"

Zur Saison 2011/2012 wechselte Wiese nach Hoffenheim, hatte jedoch auch ein Angebot von Real Madrid vorliegen. Er sollte als Herausforderer von Iker Casillas antreten. "Im Nachhinein hätte ich aus sportlichen Gründen zu Real gehen müssen. Hinterher ist man immer schlauer", bekennt Wiese in der Nachbetrachtung. "Ich hatte auch niemals geglaubt, dass Mourinho wirklich Casillas aus dem Tor nimmt."

Seit der Vertragsauflösung am 21. Januar ist Wiese vereinslos. Seine Karriere hat er noch nicht abgeschlossen. "Ich trainiere sechsmal in der Woche, halte mich mit Laufen, Krafttraining, Schwimmen fit."

Schwere Zeit in Hoffenheim

Trotz einiger Angebote will sich der Keeper bis zum Sommer jedoch keinem neuen Verein anschließen, sondern die Zeit bei Hoffenheim erstmal sacken lassen. Die Anfeindungen der Fans waren für ihn nicht einfach. "Man kann als Spieler vom Gemüt noch so stark sein, man fühlt sich einfach nicht wohl", so Wiese. "Aber es gibt ja immer wieder viele Idioten auf der Welt. Und am Ende hat sich ja alles nur auf mich projiziert. So etwas wünscht man keinem, ein absolutes No-Go!"

Die Aussortierung bei Hoffenheim kann Wiese jedoch nachvollziehen. "Hoffenheim wollte den Weg ohne mich und die meisten anderen gehen, die 2012 geholt wurden. Das akzeptiere ich, ich bin auch nicht nachtragend."

Die Diskussion über moderne und alte Torhüter kann der Keeper nicht verstehen. "Ein Torwart ist dazu da, Bälle zu halten. Das ist das entscheidende Kriterium. Diejenigen, die das Gerede über das moderne Torwart-Spiel erfunden haben, wissen selber nicht, was sie damit verzapft haben," kritisiert der ehemalige Nationaltorwart. "Das, was ein Torwart haben muss, ist Herz, Aggressivität, Talent und Können."

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