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Pep Guardiola: "Super Nachricht" - "Boss" Schweinsteiger ist zurück

Nach monatelangen Verletzungsproblemen hat Bastian Schweinsteiger sein Comeback gefeiert. Das 5:0 im Pokal-Viertelfinale beim Hamburger SV geriete dadurch fast zur Nebensache.

München. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge nahmen Bastian Schweinsteiger in den Katakomben der HSV-Arena freudestrahlend in Empfang. "Willkommen zurück!", rief Rummenigge dem 29-Jährigen entgegen, als dieser mit dem Trikot von René Adler um die Schultern und einem breiten Grinsen im Gesicht in Richtung Kabine schlenderte.

Der "Boss" bei Bayern München ist zurück. Schweinsteigers Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause hat beim Triple-Sieger das beeindruckende 5:0 (2:0) im DFB-Pokal-Viertelfinale beim krisengeplagten Hamburger SV und das Glückslos Kaiserslautern in den Hintergrund gedrängt und nicht nur den Vorstandsvorsitzenden in Verzückung versetzt.

Jede Ballberührung Schweinsteigers nach dessen Einwechslung in der 65. Minute wurde von den Bayern-Fans mit frenetischem Jubel bedacht. Auch die Kollegen und Trainer Pep Guardiola zeigten sich erleichtert, dass der Mittelfeldchef rechtzeitig vor den entscheidenden Wochen wieder zur Verfügung steht.

Pep: "Er hat sehr viel Erfahrung, aber er braucht Zeit"

"Das tut uns gut", betonte Sportvorstand Matthias Sammer vor den Spielen am Samstag gegen Freiburg und am kommenden Mittwoch beim FC Arsenal. "Wir müssen glücklich sein, dass er wieder dabei ist. Er muss schnell seinen Rhythmus finden", meinte Superstar Arjen Robben, während Guardiola von einer "super Nachricht" sprach. Gleichzeitig dämpfte der Spanier aber allzu große Erwartungen: "Er hat sehr viel Erfahrung, aber er braucht Zeit."

Dies weiß auch der leidgeprüfte Nationalspieler, der sich knapp zwei Jahre mit diversen Blessuren herumschlagen musste - und deshalb bei aller Euphorie gelassen blieb. "Es hat sich natürlich schön angefühlt", meinte Schweinsteiger nur kurz und stellte gleich die Mannschaft in den Fokus: "Ich glaube, wir haben es ganz gut gespielt."

Ganz gut war ziemlich untertrieben. Der Rekordmeister und -pokalsieger zeigte beim am Boden liegenden HSV eine weitere eindrucksvolle Demonstration seiner Ausnahmestellung. Drei Tore von Mario Mandzukic (22., 74. und 76.) sowie die Treffer von Dante (26.) und Robben (54.) waren die Belohnung für eine erneut bärenstarke Leistung der Münchner.

Kaiserslautern als Gegner für das Halbfinale

"Die Mannschaft macht das großartig und sehr geschlossen", lobte Sammer. Das sei "seriös" und "sehr groß" gewesen, ergänzte Guardiola, der sich schon jetzt auf das Pokal-Endspiel am 17. Mai freut. "Viele Leute haben mir erzählt, wie schön es in Berlin ist, und wir sind nur noch einen Schritt entfernt. Das ist schon etwas Besonderes für mich", sagte der Bayern-Coach.

Zweifel am 20. Finaleinzug des 16-maligen Pokalsiegers gibt es kaum. Als Zweitligist Kaiserslautern als Gegner für das Halbfinale (15./16. April) feststand, brandete in der Bayern-Kabine kurzer Jubel auf. "Wir sind nicht unglücklich und in erster Linie froh, dass wir ein Heimspiel haben", sagte Sammer, "wir werden auf der Hut sein".

Dass sich bei den Bayern angesichts des nicht enden wollenden Höhenflugs Nachlässigkeit einstellt, darf die Konkurrenz nicht hoffen. Die Spieler würden alleine durch den Kampf um die Stammplätze angetrieben, betont Guardiola immer wieder. Jede Woche werde es einen seiner Stars treffen, zumal sich durch die Rückkehr von Schweinsteiger, aber auch von Javi Martínez der Druck noch einmal verstärkt.

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