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Zwei leichtfertig verschuldete Elfmeter der jungen TSG-Innenverteidigung machten den ambitionierten Kraichgauern gegen Wolfsburg schon früh das Leben schwer.

Aus Sinsheim berichtet Martin Ernst

Mit der 2:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg verpasste es die TSG Hoffenheim am Mittwochabend, im sechsten Anlauf erstmals in ihrer Geschichte ins Halbfinale des DFB-Pokal einzuziehen. Zwei selbst verursachte Elfmeter in der ersten Hälfte erschwerten den offensiv aufspielenden Kraichgauern schon früh die Partie. Der VfL hingegen nutzte seine Gelegenheiten und erwies sich als die „cleverere“ Mannschaft, wie TSG-Trainer Markus Gisdol befand.

1899 stellte die Wolfsburger früh zu und fand mit besserem Umschaltspiel den Weg in die Spitze, wenn auch wenige Abschlüsse folgten. Statt einer schnellen Führung für die Hausherren gingen die Gäste in Front, weil Hoffenheims junge Innverteidigung (Süle und Vestergaard stammen beide aus der U 23) Lehrgeld zahlte: Erst fuhr Vestergaard im Elfer gegen De Bruyne unbeholfen das Bein aus (25.), später grätschte Süle Rodriguez ungestüm um (43.).

Zwei klar vermeidbare Fouls. VfL-Außenverteidiger Rodriguez vollstreckte zwei Mal vom Punkt und ließ Casteels keine Chance. „Die Gegentore waren etwas leicht, das stimmt“, fand der 1899-Keeper, der entgegen der üblichen Rotation auch im Pokal für Jens Grahl auflief und eine gute Leistung gezeigt hatte, unter anderem mit zwei starken Paraden gegen Landsmann De Bruyne. "Wenn er die nicht hält, liegen wir zur Pause höher in Führung", lobte De Bruyne seinen Kollegen aus der belgischen Nationalmannschaft nach der Partie gegenüber Goal.



"Da grätscht man einfach nicht"

Coach Markus Gisdol sprach nach der Niederlage von „unnötigen Gegentoren“ und schob zu Süles Foul hinterher: „Da grätscht man einfach nicht.“ Beim 3:1 gab zudem Aushilfs-Verteidiger Strobl wie in der gesamten zweiten Hälfte auf rechts keine gute Figur ab. Allerdings boten sich der TSG in Durchgang zwei auch haufenweise Chancen auf den Ausgleich.

Aber die guten Aktionen von Volland (67. und 69.) zeitigten ebensowenig Erfolg wie die Großchance des eingewechselten Schipplock (79.), dessen Schuss knapp an Benaglios Kasten vorbeistrich. Nach seinem Anschlusstreffer (90.) per Kopf scheiterte Firmino mit einem satten Schuss am glänzend aufgelegten Schweizer Nationalkeeper. „Das Tor war verhext“, beschrieb Kevin Volland den Sturmlauf in der Schlussphase der Begegnung.

"Süle"-Rufe von der Südtribüne

„Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die cleverere“, befand Markus Gisdol. An der Einstellung seiner Elf fand der 44-Jährige aber nichts zu hadern: „Die Mannschaft kann erhobenen Hauptes vom Platz gehen.“ Die Hoffenheimer Südtribüne dürfte das ähnlich gesehen haben: Neben lautstarkem Support in der mit rund 13 400 Zuschauern nur schwach gefüllten Wirsol-Arsena gab es auch immer wieder „Süle“-Rufe bei gelungenen Aktionen des Nachwuchsmannes.

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