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Rafael van der Vaart: "Wir Profis hatten Angst vor den Fans"

Beim HSV liegen die Nerven blank. Die Fans gehen auf die eigenen Spieler. Die Polizei muss eingreifen. Der Kapitän ist geschockt von dem Tumult.

Hamburg. Die Stimmung beim Hamburger SV ist nach der 0:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC auf einem neuen Tiefpunkt. Die Spieler und Verantwortlichen des Bundesliga-Dinos stellten sich nach der sechsten Niederlage in Folge den Fans, die die Spieler angriffen.

"Wir Profis hatten Angst vor den Fans", sagte der geschockte Rafael van der Vaart in der Bild: "Unseren jüngeren Spielern steckt so was besonders in den Knochen." Rund 300 HSV-Anhänger hatten sich nach der Partie mit Erlaubnis des Vereins vor der Haupttribüne der Imtech Arena versammelt.

Als Kapitän van der Vaart vor die wartenden Fans trat, kippte die Stimmung. "Du hast kein HSV-Herz!", beschimpften die wartenden Anhänger den Niederländer. Gegenstände flogen durch die Gegend. Die Randalierer beschädigten sogar die Autos der Profis. Beim Pkw von Trainer Bert van Marwijk wurde der Außenspiegel abgetreten und bei Tolgay Arslan wurde die Motorhaube demoliert.

Trauriger Höhepunkt: Angesichts der tumultartigen Zustände brach Angreifer Jacques Zoua weinend zusammen und musste von Mitspielern in die Kabine gebracht werden. Die Fans gingen sogar aufeinander los. Die Polizei musste eingreifen und nahm zwei Randalierer fest.

"Wir machen das nicht absichtlich"

Der niederländische Nationalspieler zu den Tumulten: "Die Spieler anzugreifen, das geht überhaupt nicht." Er gestand aber ein: "Ich spiele schlecht, wir alle spielen schlecht. Wir machen das nicht absichtlich."

Der HSV befindet sich im freien Fall. Mit nur 16 Zählern belegt man den vorletzten Tabellenplatz. In 20 Partien kassierten die Hanseaten 47 Gegentore – Negativ-Rekord. Erstmals in der über 50-jährigen Vereinsgeschichte verlor man sechs Bundesligaspiele in Folge.

Daher der Appell des Kapitäns: "Wir müssen versuchen, auf dem Platz die Wende zu schaffen". Die nächste Chance hat der HSV ausgerecht gegen den FC Bayern München, der am Mittwoch zum DFB-Pokal-Viertelfinale nach Hamburg kommt.

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