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Nach Lehrstunde: Lieberknecht gratuliert Veh schon zum Klassenerhalt

Der Braunschweiger Coach ist der Meinung, dass die Eintracht mit dem Sieg gegen seine Schützlinge den Klassenerhalt vorzeitig perfekt gemacht hat. Veh sieht dies jedoch anders.

Frankfurt. Eintracht Frankfurt hat durch ein 3:0 (3:0) gegen Eintracht Braunschweig einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht, für den Aufsteiger rückt das rettende Ufer dagegen in immer weitere Ferne.

Armin Veh wehrte sich nur halbherzig gegen die Glückwünsche von Torsten Lieberknecht zum Klassenerhalt. "Ich wäre froh, wenn es so wäre, und würde gerne zustimmen", sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem mühelosen 3:0 (3:0) gegen Eintracht Braunschweig: "Aber wir tanzen als einziges Team von den Kellerkindern noch auf allen drei Hochzeiten. Da kann noch viel passieren."

"Den haben sie heute perfekt gemacht" 

Schmunzeln musste er über die Bemerkung seines Braunschweiger Kollegen aber schon. Lieberknecht hatte Veh vorzeitig nach dem Großteil des 20. Spieltages zum Verbleib in der Bundesliga gratuliert. "Den haben sie heute perfekt gemacht", sagte der 40-Jährige voller Überzeugung nach der Lehrstunde für seine eigene Mannschaft. Nach der Pleite im Kellerduell und vor allem der Leistung seines Teams kann Lieberknecht selbst wohl frühzeitig für die zweite Liga planen.

Während die Frankfurter durch ihren zweiten Sieg in diesem Jahr und ihrem zweiten Heimsieg in dieser Saison Tuchfühlung zum Mittelfeld aufnahmen, hat sich der Rückstand der Niedersachsen zum Relegationsplatz bereits auf sechs Punkte vergrößert. "Wenn man auf die Tabelle schaut, ist immer noch alles drin. Aber wir müssen natürlich mal punkten", sagte ein sichtlich desillusionierter Lieberknecht, nachdem das erste von drei sogenannten Spielen der Wahrheit gründlich in die Hose gegangen war.

In den nächsten beiden Partien gegen die Abstiegskandidaten Hamburger SV und 1. FC Nürnberg müssen dringend Punkte her, wenn man überhaupt noch mal in den Kampf um den Klassenerhalt eingreifen will. "Das war heute unter dem Strich zu wenig. Zu wenig Gegenwehr und zu wenig Leidenschaft", monierte Braunschweigs tapferer Torwart Daniel Davari, der bei den Gegentreffern von Johannes Flum (7.), Alexander Meier (43.) und Stefan Aigner (44.) machtlos war.

Müssen Schweinehunde sein 

Sein Mitspieler Deniz Dogan forderte fast schon mit Resignation in der Stimme: "Wir müssen im Abstiegskampf mal wie Schweinehunde auftreten, dreckig spielen, mal einen wegtreten und uns die Punkte so richtig erkämpfen."

Solche Maßnahmen hatte die Eintracht aus Frankfurt gegen die limitierten Gäste gar nicht nötig. "Wir haben heute gut gespielt und verdient gewonnen. Das war ein ganz wichtiger Sieg, auch mit Blick auf die anderen Ergebnisse", resümierte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen erleichtert.

Eine Woche nach der 0:5-Pleite bei Bayern München wollte er die gelungene Generalprobe für das DFB-Pokalviertelfinale gegen Borussia Dortmund am Dienstag (20.45 Uhr) aber nicht zu hoch hängen. "Wir sind noch lange nicht durch. Am nächsten Samstag in Dortmund müssen wir wieder punkten", sagte Bruchhagen, der das Pokalmatch gegen den BVB bewusst außen vor ließ: "Das ist Zugabe. Die Bundesliga hat bei uns oberste Priorität."

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