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Robert Lewandowski fordert mehr Schutz von den Schiris: "Ich bin kein Freiwild"

Der Torjäger klagt über die Schiedsrichter und verlangt eine andere Behandlung. Derweil lobt er das Verhalten der BVB-Fans.

Dortmund. Torjäger Robert Lewandowski von Borussia Dortmund hat die Schiedsrichter aufgefordert, ihn mehr zu schützen. Der Angreifer will den BVB mit einem Titel verlassen und denkt keine Sekunde über seinen zukünftigen Verein nach.

Lewandowski moniert dabei den Einsatz der Gegenspieler: "Das ist für mich ein wichtiges Thema, da sich die Tendenz gegen mich entwickelt. Die Gegenspieler werden in ihrer Art und Weise immer härter gegen mich. Wenn ich dann nur ein bisschen gegenhalte, pfeift der Schiri sofort gegen mich. Oft werde ich getreten, und es wird an mir rumgezerrt. Ich bin kein Freiwild. Wehren darf ich mich aber nicht", klagte der Pole in einem Interview in der Sport Bild.

Kein Gedanke an Bayern

An seinen ablösefreien Wechsel im Sommer zum Triple-Gewinner Bayern München hegt er noch keine Gedanken. "Mein Ziel bleibt, dass ich mich mit einem Titel im Sommer verabschiede. Dafür müssen wir uns aber steigern", sagte Lewandowski." Zur zurückliegenden BVB-Krise meinte der 25-Jährige: "Wir haben eine Lektion erteilt bekommen. Natürlich hatten wir viele verletzte Spieler. Aber wir haben gesehen, dass wir als Team immer Vollgas geben müssen. Siege kommen nicht von alleine."

Mit Wohlwollen habe er registriert, dass es nach der offiziellen Bekanntgabe seines Wechsels zu den Bayern Anfang Januar beim ersten Heimspiel des BVB gegen Augsburg (2:2) keine Pfiffe gegen ihn gegeben habe. Die Fans hätten ein gutes Gespür. Sie würden sehen und wissen, dass er bis Saisonende alles für den BVB geben werde, so Lewandowski weiter.

BVB-Fans vorbildlich

"Warum sollen sie pfeifen? Ich haue mich voll rein - das wäre unfair und nicht verdient. Viele haben doch gedacht, dass ich keine Lust mehr haben würde, diese Saison in Dortmund zu spielen. Ich glaube, dass ich es allen Kritikern gerade zeige, dass ich Lust habe. Ich möchte den Fans einen schönen Abschied im Sommer bescheren", ergänzte er.

Das Transfer-Theater um seinen Wechsel habe ihn nie tangiert, versicherte der Nationalspieler, der in der laufenden Saison bereits elf Liga-Treffer erzielte. "Es hat mich nie belastet oder gestört. Wobei es teils schon kurios war, wenn Vereine oder Trainer selber anriefen. Ich habe mein Wort gehalten, so wie ich es immer halte. Über Bayern werde ich bis zum Saisonende aber nicht reden. Mein Fokus ist nur beim BVB."
 
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