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Oliver Kreuzer: "Bert van Marwijk ist der Richtige"

Beim Bundesliga-Dino schrillen die Alarmglocken. Nach der erneuten Niederlage ist man nun Vorletzter. Der Trainer reagiert und ändert den Trainingsplan zu Ungunsten der Spieler.

Hamburg. Die Talfahrt des Hamburger SV geht weiter. Nach der 0:3-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim sind die Hanseaten auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht. Sportdirektor Oliver Kreuzer stärkt dem Trainer Bert van Marwijk den Rücken.

"Bert ist der Richtige", sagte der Kreuzer in der Bild: "Ich bin bei jeder Mannschaftsbesprechung dabei, die Spieler bekommen einen klaren Plan." Der HSV-Sportdirektor sei nicht glücklich, wie diese "den Plan umsetzen".

Trotz der fünften Niederlage in Folge lässt Kreuzer keine Trainerdiskussion aufkeimen und versichert: "Van Marwijk sitzt zu 100 Prozent gegen Berlin auf der Bank." Intern stehe der Niederländer nicht in der Kritik. Dass der Trainer aber in der Öffentlichkeit kritisch gesehen werde, sei bei der Bilanz "normal".

Auch Vorstandsvorsitzender Carl Jarchow gibt dem Cheftrainer eine Jobgarantie. "Auch eine Niederlage gegen Berlin würde nichts an unserem Vertrauen in van Marwijk ändern", sagte Jarchow dem Fachmagazin kicker.

"Spieler stehen in der Pflicht"

Nach dem Debakel nahm er stattdessen die schwächelnden Spieler des Traditionsklubs in die Pflicht. "Immer wieder wurde hier der Trainer gewechselt, jetzt ist schon wieder die Position im Gerede. Mich ärgert daran, dass so immer wieder die hochbezahlten Spieler aus dem Fokus genommen werden", sagte der 58-Jährige, "ihnen wird ein Alibi geliefert, aber sie stehen in der Pflicht. Wir sind froh, dass van Marwijk in Hamburg ist."

Van Marwijk selbst denkt nicht daran, hinzuschmeißen: "Ich bin kein Typ, der aufgibt. Ich habe mir über meinen Job noch keine Gedanken gemacht." Doch an den Trainerstuhl will er sich nicht zwanghaft klammern. "Aber wenn man denkt, dass es ein anderer besser machen kann, soll man es mir sagen", so der 61-Jährige.

Die Hamburger punkteten zuletzt gegen den VfL Wolfsburg (1:1) Ende November. Der letzte Sieg liegt sogar gut drei Monate zurück. Zuletzt siegte man am 13. Spieltag gegen Hannover 96 daheim mit 3:1.

Ende der Wohlfühlzone

Nun handelt der Niederländer und passt den Trainingsplan an. Die freien Montage sind gestrichen und Mittwoch stehen zwei Trainingseinheiten auf dem Plan. Vor dem nächsten Spiel gegen Hertha BSC denkt man über ein Kurztrainingslager nach. Die Entscheidung soll am Montag fallen.

Kreuzer zu den Veränderungen: "Der Trainer hat mich von den Änderungen in Kenntnis gesetzt. Noch in der vergangenen Woche verteidigte der frühere Bondscoach seinen freizeitorientierten Trainingsplan- nun die Kehrtwende. "Es ist eine besondere Situation. Da muss man mal ein Stück weg von seinen Überzeugungen", so der Sportdirektor.

Der HSV kassierte in Hoffenheim die fünfte Niederlage in Folge und stellte damit seinen Vereinsnegativrekord ein - zuvor hatte es solch eine schwarze Serie bei den Hanseaten nur zweimal gegeben (1967 und 1970). Am kommenden Samstag empfangen die Hamburger die Hertha aus Berlin

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