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Der Tabellenführer der Bundesliga geht mit gutem Beispiel voran: Mithilfe einer Dokumentation wollen die Bayern ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus gesetzt.

München. Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Der Triple-Sieger hat die Woche um den Holocaust-Erinnerungstag gemeinsam mit der Initiative "Nie wieder" zum Gedenken genutzt. Im Mittelpunkt stand dabei der ehemalige jüdische Bayern-Präsident Kurt Landauer. Am Sonntag wurde eine Dokumentation über den 1961 verstorbenen Ehrenpräsidenten des FC Bayern vorgestellt.

"Er ist ein unglaubliches Vorbild für alle Jugendlichen", lobte Bayern-Präsident Uli Hoeneß einen seiner Vorgänger. Er nehme "als Funktionär und als Mensch einen herausragenden Stellenwert" in der Geschichte des Vereins ein. Er habe "für eine Kuluturveränderung bei diesem Verein gesorgt", meinte auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Vorbild FCB? 

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, würdigte indes den FC Bayern ausdrücklich für seinen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Unter anderem habe der Klub auch das Andenken an Landauer in besonderem Maße bewahrt. "Der FC Bayern hat ihm das gegeben, was er verdient hat", sagte Knobloch. Sie würde sich wünschen, "dass sich auch die anderen Klubs in Deutschland so der Vergangenheit widmen wie der FC Bayern".

Die Dokumentation, an der auch Landauer-Neffe Uri Siegel mitwirkte, und ein Spielfilm über Landauer wurden vom Bayerischen Rundfunk produziert. Die Ausstrahlung erfolgt im Laufe des Jahres 2014 in der ARD.

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