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Wieder eine Pleite. Das Wasser an der Elbe steigt den Hamburgern immer mehr in Richtung Hals. Nach der Partie gegen Hoffenheim herrschte Frust und Ratlosigkeit bei allen.

Sinsheim. Für den Hamburger SV läuft es auch gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht besser. Kapitän Rafael van der Vaart enttäuscht und war auch nach Abpfiff alles andere als gut gelaunt. Der Dino der Bundesliga taumelt nach der 0:3-Niederlage gegen die Elf von Markus Gisdol immer mehr dem Abstieg entgegen.

Die fünfte war es, die fünfte Niederlage in Folge. Das gab es in der großartigen Geschichte des HSV nur zweimal, zuletzt vor 44 Jahren. Doch von den glorreichen Zeiten sind die Norddeutschen immer weiter entfernt. Gegen Hoffenheim fehlte erneut Esprit und Einsatz. So sahen es die meisten. "Wir haben es aber im Moment ganz schwer", erklärte van der Vaart bei Sky. Der HSV kämpft mit allen Mitteln gegen den erstmaligen Abstieg und "das haben wir gezeigt", versuchte der Niederländer die Niederlage schönzureden.

Er hatte nicht ganz Unrecht, denn die Hamburger hatten viel mehr Ballbesitz als Hoffenheim. Zu einem Tor hat es dennoch nicht geführt. "Ich kann es auch nicht mehr sehen", fand der Kapitän deutliche Worte: "Das System kennen wir, am Ende des Tages fehlt die Qualität." Die beiden jungen Neuzugänge Ola John und Ouasim Bouy enttäuschten auf ganzer Linie. Ihnen fehlt die Spielpraxis und man sah es in der Partie gegen die TSG. Oftmals zu behäbig und wenn sie den Ball hatten, auch zu eigensinnig.

"So macht Fußball keinen Spaß"

Nun soll es in der eigenen Arena gegen Hertha besser werden. "So macht Fußball keinen Spaß", fuhr der Regisseur fort: "Wir wollen auch einmal zu Hause gewinnen. Wir müssen jetzt zusammen stehen und das nächste Spiel angehen." Der Optimismus lebt noch, doch "die Saison ist eine Katastrophe". Einen erneuten Trainerwechsel solle es aber nicht geben, betonte van der Vaart: "Der Trainer ist nicht schuld, wir spielen katastrophal zusammen. Wir müssen die Wende kriegen und weitermachen."

"Fünf Pleiten in Serie. Das ist auch das erste Mal in meiner Laufbahn", gab Coach Bert van Marjik schwer atmend zu: "Damit habe ich heute nicht gerechnet." Das Team habe schließlich "alles getan" und "war auch nicht schlechter als der Gegner". "Wenn man dann ein Abseitstor und eine Minute vor der Halbzeit ein Tor bekommt, kann man nicht gewinnen", resümierte der angeschlagene Fußballlehrer weiter.

Kreuzer: "Aufgeben werden wir aber nicht"

Manager Oliver Kreuzer unterstrich unterdessen erneut, dass der HSV nun "richtig dick" im Abstiegskampf sei. "Aufgeben werden wir aber nicht", übte sich der Ex-Profi in Zweckoptimismus. Ob bald der Trainer darunter leiden wird ist natürlich offen, aber der Manager erinnerte an die doch durchwachsene Bilanz aller in den vergangenen Jahren tätigen HSV-Trainer. Und van Marwjik meinte frustriert: "Wenn es ein anderer besser kann als ich, soll es mir einer sagen." Der Frust sitz an der Elbe ganz tief.

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