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Franz Beckenbauer: VfL Wolfsburg kann Borussia Dortmund überholen

Der Kaiser glaubt an eine Wachablösung in der Bundesliga, gleichzeitig sieht er schwere Zeiten für Schweinsteiger. Den Münchnern traut er die CL-Titelverteidigung zu.

München. Bayern Münchens Ehrenpräsident Franz Beckenbauer traut dem VfL Wolfsburg mit den Millionen des Autokonzerns Volkswagen den Sprung vorbei an Borussia Dortmund zu. Während er an die Münchner Verteidigung des Champions-League-Titels glaubt, sieht er für Bastian Schweinsteiger eine schwere Zukunft voraus.

In der Bundesliga kann sich Beckenbauer in der Bild eine Wachablösung vorstellen: "Langfristig, also in den nächsten zehn Jahren, kann ich mir vorstellen, dass die Wolfsburger nicht nur Dortmund überholen, sondern auch den Bayern mal den Meistertitel wegschnappen. Die Wolfsburger sind auf einem guten Weg. Aber die Champions-League-Qualifikation bereits in dieser Saison wäre eine Sensation."

Immerhin werde sich der BVB nicht kampflos geschlagen geben, obwohl Robert Lewandowski die Borussia im Sommer ausgerechnet in Richtung München verlässt. "Freiwillig lässt der BVB keinen Schlüsselspieler wie Marco Reus zum Beispiel weg. Im Fall Lewandowski blieben sie auch stur und verzichteten lieber auf eine Ablöse, als ihn vor Vertragsende zu Bayern ziehen zu lassen", so der 68-Jährige.

Kaiser: Lahm könnte Schweinsteiger verdrängen

Bei den Münchnern sieht Beckenbauer darüber hinaus schwierige Zeiten für Bastian Schweinsteiger voraus. Der Nationalspieler fällt seit Anfang November mit einer Sprunggelenksverletzung aus und wurde von Rechtsverteidiger Philipp Lahm im Mittelfeld stark vertreten.

"Lahm könnte es, weil er einfach auf allen Positionen spielen kann - außer vielleicht Torwart", antwortete Beckenbauer auf die Frage, ob Lahm Schweinsteiger im Mittelfeld der Münchner verdrängen kann: "Die Entscheidung hängt natürlich an Pep Guardiola und an der Fitness von Bastian Schweinsteiger. Ich hoffe, ihm gelingt nach all seinen Verletzungen eine starke Rückrunde."

Dem FC Bayern traut der Kaiser davon unabhängig eine Konservierung der starken Hinrunden-Form zu: "Im Ernst: Kein Team ist auf Jahre unschlagbar. Es wäre schön, wenn die Bayern als erster Klub ohne Niederlage Meister würden. Viel wichtiger ist, dass sie so beherzt weiterspielen." Dann sei auch die erste Titelverteidigung in der Champions League möglich - "Wenn sie sich am Anfang der K.o.-Runde keinen Aussetzer erlauben."

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