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Schalkes Leon Goretzka kontert Neururer-Kritik

Er hofft auf mehr Einsätze und strotzt vor Selbstvertrauen. Leon Goretzka sieht sich selbst bei 80 Prozent und will nach Rückschlägen einfach nur Vollgas geben.

Aus Gelsenkirchen berichtet Hassan Talib Haji

Der FC Schalke 04 wird am kommenden Sonntag den 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit der Auswärtspartie beim Hamburger SV abschließen. Mit an Bord wird Leon Goretzka sein. Der Neuzugang vom VfL Bochum hatte in seinem ersten Halbjahr bei den Königsblauen mit Krankheiten und kleinen Wehwehchen zu kämpfen, doch ist trotzdem voller Tatendrang - obwohl ihn auch noch der Abitur-Stress belastet. Die Kritik von Peter Neururer lässt ihn indes kalt.

"Da sind natürlich ein paar Sachen aus Bochum gekommen. Davon lasse ich mich aber nicht ablenken", konterte der 18-Jährige nach dem Mittwochstraining gegenüber Schalke TV die Worte seines Ex-Trainers.

Was er meinte, war die Kritik von Peter Neururer. Der Bochumer Coach äußerte einmal mehr seinen Unmut über den Transfer des von ihm selbst proklamierten "Jahrhunderttalents". Neururer wurde bei Reviersport wie folgt zitiert: "Leon ist in seiner Entwicklung stagniert. Er wäre besser noch ein oder zwei Jahre bei uns geblieben."

Goretzka: Ziehe mein Ding durch

Eine Rückkehr Goretzkas könne sich Neururer aber nicht vorstellen, denn sein ehemaliger Schützling sei auf Schalke nun "gehaltsmäßig versaut." Den Spieler selbst kümmern diese Aussagen herzlich wenig: "Ich möchte mein Ding durchziehen und das werde ich auch machen!"

Vergleicht man objektiv seine Einsatzzeiten, dann stellt man fest, dass er in diesem ersten halben Jahr öfter auf dem Platz stand als zum Beispiel der zurecht hochgelobte Max Meyer in dessen ersten sechs Monaten. Goretzka durfte in der Bundesliga, Champions League und im DFB-Pokal insgesamt 14 Mal auf dem Platz stehen, Meyer seinerseits lediglich sechs Mal.

Dennoch erhofft sich der Jungspund noch mehr Spielzeit und zeigte sich, ehrgeizig, wie er nun mal ist, unzufrieden: "Ich habe es mir natürlich ein bisschen anders vorgestellt und auf mehr Einsätze gehofft." Das Schicksal machte ihm jedoch einen dicken Strich durch die Rechnung. Goretzka war gesundheitlich lange angeschlagen: "Durch die Problematik mit meinen Mandeln und kleineren Verletzungen wurde ich zurückgeworfen und konnte nicht richtig in den Rhythmus gelangen."

Und er strebt den Durchbruch an, Schritt für Schritt. "Ich werde mich bei Kurzeinsätzen zurück in die Mannschaft kämpfen", so Goretzka. Der Youngster sieht sich selbst aber erst bei "80 Prozent". Kampfgeist versprüht er dennoch: "Ich möchte mich hier durchsetzen und das werde ich auch machen!"

Gelingt ihm das, dann hat bestimmt auch Neururer nichts mehr zu meckern.

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