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Karl-Heinz Rummenigge: Verschwörungstheorien "komplett erfunden"

Der Vorstandsboss verteidigt sich vehement gegen Anschuldigungen aus Spanien. Zudem gibt er Einblicke in die Welt der Bayern um ihren Weltklassespieler aus Frankreich.

München. Karl-Heinz Rummenigge ziert beim FC Bayern München die Spitze des Organigramms. Am Freitag startet sein Klub mit dem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach (ab 20.30 Uhr im LIVE-Ticker bei Goal) in die Bundesliga-Rückrunde. Im Vorfeld muss er sich allerdings gewagten Verschwörungstheorien aus Spanien erwehren.

Von der iberischen Halbinsel erreichten den Vorstandsvorsitzenden zuletzt Anschuldigungen, der deutsche Rekordmeister habe spanische Klubs (darunter Real Madrid und der FC Barcelona) bei der Europäischen Union angeschwärzt. "Ich war entsetzt, als ich es gehört habe und kann es nur aufs Schärfste zurückweisen. Das ist eine totale Lüge", erklärte Rummenigge in der tz.

Der 58-Jährige habe selbst über Medien von den Ermittlungen Kenntnis genommen. Mit Nachdruck betonte er, "dass der FC Bayern hierbei keine Rolle gespielt und keine spanischen Klubs angeschwärzt hat". Dabei hob er auch das stets gute Verhältnis zu den Präsidenten des FC Barcelona und Real Madrid hervor.

"Ich bin mit Florentino Perez und Sandro Rosell befreundet", sagte er. Auch die beiden hätten, so glaubt Rummenigge, ihn bei der Weltfußballerwahl angesprochen, falls die Vorwürfe wahr wären. Nachdem dies nicht geschehen ist, sah sich Rummenigge bestätigt: "Alles komplett erfunden."

Nachdenklich ins Spiel gegen Gladbach

Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte sorgte zuletzt bereits die Testspiel-Pleite gegen Österreichs Meister Red Bull Salzburg für Unruhe. "Die Salzburger müssen wohl ein paar Dosen zu sich genommen haben", gab Rummenigge schmunzelnd zu, um danach ernst zu werden: "Mir war das bislang zu schön und zu kuschelig. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft nachdenklich geworden ist."

Der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams wird bald neu entflammen: Ob Pep Guardiola bereits gegen Gladbach aus dem Vollen schöpfen kann, ist noch ungewiss. Dass der spanische Trainer sich freue, wenn er nicht die Qual der Wahl hat, nicht alle Spieler fit sind, wies Rummenigge zurück: "Wir sind froh über jeden Spieler, der im Kader ist. Der Kalender ist so brachial voll, und danach steht ja auch noch eine WM an."

Dabei korrigierte er eine alte Weisheit von Sepp Herberger: "Wir müssen uns ein Stück weit davon lösen. Nein, ihr müsst nicht mehr elf Freunde sein. Ihr müsst zwanzig Freunde sein." Besonders heiß wird nicht zuletzt ob der Weltfußballerwahl Franck Ribery sein.

Real klopfte 2008 wegen Ribery an

Nachdem der Franzose auf Platz drei landete, war er "ein bisschen enttäuscht". Beim einem Essen nach der Ballon-d'Or-Gala sagte Rummenigge zu Ribery: "Franck, da standen keine Nobodys mit dir da oben. Das sind die drei besten Spieler der Welt. Da musst du nicht unglücklich sein."

Danach traten sie gemeinsam die Heimreise nach München an: "Er hat auf dem Rücksitz geschlafen wie ein kleines Kind. Da war mir klar, dass er das bereits verdaut hat." Die Äußerungen Riberys, er wolle seine Karriere bei den Bayern beenden, freuen den Vorstandsboss: "Wir sind hochzufrieden, bei den Fans ist er der Hero - es war also sehr gut, dass wir damals hart geblieben sind, als unter anderem Real Madrid 2008 großes Interesse gezeigt hat."

Über das Interesse der Königlichen sagte Rummenigge abschließend: "Wir hätten große Kasse machen können, weil wir ein Angebot von Chelsea auf dem Tisch hatten, das für damalige Verhältnisse Wahnsinn war. Alle haben seitdem verstanden, dass Bayern München kein Verkauf-, sondern lediglich ein Kaufklub ist."

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