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Mit Red Bull Salzburg und RB Leipzig betreut Ralf Rangnick gleich zwei Vereine. Vor dem Testspiel gegen die Bayern spricht er über die Bundesliga, Guardiola und eigene Ziele.

Salzburg. Am Samstagnachmittag testet der FC Bayern München gegen Red Bull Salzburg. Im Stadion wird dabei auch Ralf Rangnick sein, der als Sportdirektor neben Salzburg auch noch RB Leipzig betreut. Vor der Partie äußerte sich der 55-Jährige zur Lage der Liga, dem System von Pep Guardiola und den eigenen Ambitionen mit Salzburg und Leipzig.

Guardiola pflügt mit Bayern derzeit durch die Bundesliga – und wird dafür allerorts gefeiert. Ist die höchste deutsche Spielklasse damit vorhersehbar geworden? "Finde ich nicht", erklärte Rangnick im Interview mit der Bild.

Die nationale Konkurrenz könnte den Bayern wieder Paroli bieten. "Ich glaube, dass Dortmund wieder neue Lösungen finden wird, um darauf zu reagieren. Auch Leverkusen und Schalke müssten in der Lage sein da mitzuspielen. Wohin die Reise des VfL Wolfsburg geht, kann man auch erkennen." Dennoch habe sich der Rekordmeister "eine Sonderstellung erarbeitet".

"Spielern geht es um die Perspektive"

Dabei sei auch die Taktik des Spaniers, der vor allem auf ein 4-1-4-1 setzt, keine Revolution, merkt er in der tz an: "Nein, das habe ich in Teilen schon in Dortmund gesehen, auch damals bei uns in Hoffenheim." Philipp Lahm habe zudem schon in der Jugend auf der Sechs gespielt.

Am faszinierendsten sei das Spiel der Bayern ohne Ball: "Die blitzschnelle Balleroberung, wenn der Gegner den Ball hat." Schon Barca sei "mit Abstand am gefährlichsten" gewesen, wenn der Gegner am Ball war.

Aufgrund der tiefen Taschen von Sponsor Dietrich Mateschitz müssen die Red-Bull-Klubs immer wieder Kritik einstecken. "Wir haben fast ausschließling junge Spieler verpflichtet", widerspricht Rangnick in punkto Leipzig, das sich auf dem besten Weg in die 2. Liga befindet.

"Ohne gewisse finanzielle Voraussetzungen geht es im Profi-Fußball einfach nicht", gibt er zu, die Spieler würden aber nicht nur des Geldes wegen zu seinem Klub wechseln. "Es geht vor allem um die sportliche Weiterentwicklung und Perspektive."

Gisdol rettete Hoffenheim vor dem Abstieg

Das Ziel in Salzburg ist für ihn mit dem Meistertitel und dem Einzug in die Champions League klar definiert. Derzeit führt man die Tabelle souverän mit neun Punkten Vorsprung an. "Wir wollen gegen Bayern jetzt sehen, wo wir stehen, auch wenn wir in der Vorbereitung noch nicht so weit sind", kündigt er an.

1899 Hoffenheim ist nach starkem Saisonstart ins Trudeln geraten, mit 18 Punkten geht der Blick derzeit nach unten. Lob gibt es von Rangnick für Trainer Markus Gisdol trotzdem. Mit ihm "hat man wieder einen, der die Spielweise und die Philosophie trägt, für die Hoffenheim bekannt worden ist." Ohne ihn "wäre man wahrscheinlich abgestiegen."

Zieht es ihn auch selbst wieder auf die Trainerbank? "Vorstellen kann ich es mir schon", sagte er der tz. Er sei noch zu jung, um das definitiv auszuschließen. Derzeit fühle er sich aber in Salzburg und Leipzig sehr wohl.

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