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Schalke 04 hofft bis zum Rückrundenstart auf die Rückkehr einiger Schlüsselspieler. Sportvorstand Horst Heldt sehnt ein Ende der Verletzungsmisere herbei.

Doha. Torjäger Klaas-Jan Huntelaarwar überhaupt kein Faktor, Anführer Kevin-Prince Boateng kämpfte mit seinem lädierten linken Knie, Julian Draxler und Kapitän Benedikt Höwedes erwischte es zum Jahresende dann auch noch. Schalke 04 stöhnte in der Hinrunde nicht nur über die Diskussion um Trainer Jens Keller, sondern auch über eine beispiellose Verletzungsmisere.

Sportvorstand Horst Heldt sieht nun am Ende des Trainingslager in Doha/Katar so langsam Licht und wünscht sich, dass die großen Personalsorgen in absehbarer Zeit endlich vorbei sind. Mit diesen Verstärkungen soll die erneute Teilnahme an der Champions League erreicht werden. "Ich hoffe, dass dieses Seuchenjahr aufhört, in dem wir bis zu elf Spieler nicht zur Verfügung hatten. Wichtige Spieler, auf die eine Strategie aufgebaut ist", sagte der 44-Jährige im Gespräch mit dem SID.

Zahlreiche Verletzte in der Hinrunde 

In der Hinrunde hatten die Schalker nach dem zweiten Spieltag ohne Huntelaar (Innenbandriss im Knie) auskommen müssen. Zudem zogen sich Marco Höger und Dennis Aogo einen Kreuzbandriss zu, erlitt Höwedes eine Muskelverletzung und Nationalspieler Draxler einen Sehnenanriss im Oberschenkel. Auch Top-Talent Leon Goretzka fiel wegen einer Mandelentzündung längere Zeit aus. In Doha hatte zudem Bayern-Leihgabe Jan Kirchhoff Pech und holte sich am zweiten Trainingstag einen Riss der Syndesmose.

"Wichtige Spieler nähern sich der Mannschaft und kommen zurück", sagte Heldt am Sonntagnachmittag mit gewisser Zuversicht. Höwedes wird in Kürze im Mannschaftstraining erwartet, bei Huntelaar gab Heldt einen Zeitraum von zehn Tagen an und auch Draxler sieht der 44-Jährige vor den nächsten Schritten. Goretzka soll ab kommender Woche mit der Mannschaft trainieren.

Papadopoulos vor Rückkehr 

Eine positive Erscheinung ist der griechische Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos, der wegen einer langwierigen Knieverletzung über ein Jahr gefehlt hatte. "Er kann wieder eine ernsthafte Alternative werden", sagte Heldt, der auch bei Anführer Kevin-Prince Boateng optimistisch ist.

Diesem hatte das lädierte linke Knie immer wieder zu schaffen gemacht. Regelmäßige Besuche bei seinem Physiotherapeuten in München sollten Abhilfe schaffen und stärkten Boatengs Vertrauen. Im Trainingslager in Katar ließ Schalke den Biostatiker Bernd Fischer einfliegen, es werde "nach wie vor regelmäßige Routinekontrollen" geben, sagte Heldt, der Boateng beim 3:2 am Samstag in Abu Dhabi gegen Eintracht Frankfurt eine "sehr, sehr gute" Leistung bescheinigte.

"Es war ein gutes Trainingslager" 

Ob auf den wochenlangen Ausfall Kirchhoffs noch einmal mit einem Transfer reagiert wird, sei weiterhin offen. Schalke, das für den Sommer bereits Sidney Sam aus Leverkusen geholt hat, wolle nach "den Erkenntnissen der nächsten 14 Tage eine Entscheidung treffen", sagte Heldt, der den Trip an den Persischen Golf positiv bewertete. "Es war ein gutes Trainingslager. Die Spieler haben sich engagiert und reingehangen".

Bis zum Rückrundenstart beim Hamburger SV am 26. Januar kommt dann vielleicht noch etwas individuelle Qualität hinzu.

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