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Schalke leckt nach einer turbulenten Hinserie seine Wunden und will wieder angreifen - mit Huntelaar, der kurz vorm Comeback steht. Die Torwartfrage bleibt indes weiter offen.

Gelsenkirchen. Schalke 04 quält sich durch die laufende Spielzeit und fürchtet um die Saisonziele. In der Rückrunde soll der Bock nun umgestoßen werden. Trainer Jens Keller setzt seine Hoffnungen in einen Langzeitverletzten: Klaas-Jan Huntelaar. Der niederländische Angreifer könnte nach monatelanger Pause zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte bereitstehen.

"Er ist auf einem guten Weg und wird uns bald wieder helfen können. Ich hoffe, schon in den ersten Spielen der Rückrunde", zeigte auf der vereinseigenen Internetseite zuversichtlich, Huntelaars Comeback könne kurz bevorstehen. Letztmals stand er beim 0:4 in Wolfsburg am 2. Spieltag auf dem Platz und plagte sich seitdem mit einer langwierigen Innenbandverletzung im Knie herum.

"Klaas-Jan hat fast sieben Monate gefehlt, da kann man natürlich nicht gleich von null auf hundert durchstarten", betonte Keller, allerdings keine Wunderdinge vom Rekonvaleszenten zu erwarten. Doch der Schalker Coach setze "auch nicht nur wegen seiner spielerischen Qualitäten große Hoffnungen in ihn. Er ist ein Typ, der unsere junge Mannschaft führen kann".

Der 30-Jährige wird in Gelsenkirchen schmerzlich vermisst. In seiner Abwesenheit rutschte Schalke auf einen für die eigenen Ansprüche indiskutablen siebten Tabellenplatz. Vertreter Adam Szalai konnte die Last nur selten tragen. "Aus seiner Zeit in Mainz kannte Adam keine Englischen Wochen", so Keller, der den Ungarn in nächster Zeit also wieder entlasten kann.

"Wir können nicht zufrieden sein"

Keller selbst sitzt mittlerweile wieder etwas fester im Sattel, nachdem er gegen Ende der Hinrunde bereits als sicher abgelöst galt. Schalke geht mit ihm in die Rückrunde - und will vieles besser machen. "Wir können nicht zufrieden sein, das muss man so sagen. Man sollte jetzt aber nicht alles schlecht machen", so Keller über den bisherigen Saisonverlauf.

Man dürfe "auch nicht vergessen, dass uns mehrere wichtige Spieler wegen Verletzungen für längere Zeit weggebrochen sind oder sogar immer noch fehlen", erklärte der 43-Jährige, der neben Huntelaar lange auf Jefferson Farfan, Kyriakos Papadopoulos oder Julian Draxler verzichten musste oder nach wie vor muss.

Auch hinsichtlich der Torwartfrage herrscht weiter Unklarheit. "Ralf Fährmann hat seine Sache zum Ende der Hinrunde sehr gut gemacht, als Timo Hildebrand verletzt war. Man konnte von Spiel zu Spiel merken, wie er sicherer wurde", so Keller, der aber betonte: "Wer beim Rückrundenauftakt in Hamburg SV im Tor, habe ich noch nicht endgültig entschieden."

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