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FC Bayern München: Matthias Sammer spricht Klartext über Lewy-Transfer

Sammer rechtfertigt den Lewy-Deal, will allerdings Mandzukic nicht geschwächt wissen. Auf Bundesliga-Langeweile gibt er nichts - die Triple-Form soll wieder erreicht werden.

Doha. Der Wechsel von Robert Lewandowski zum Rekordmeister galt seit Monaten als Formsache - am Samstag meldete der FC Bayern München endlich Vollzug. Matthias Sammer rechtfertigt den Transfer mit der Maxime, stets die Weiterentwicklung des Kaders im Auge behalten zu müssen und sieht Mario Mandzukic nicht geschwächt. Außerdem: Das Rekordjahr 2013 ist ab sofort Geschichte.

"Mario ist völlig unumstritten", stellte Sammer gegenüber Bild klar: "Aber auch er muss, wie alle anderen Spieler auch, damit klarkommen, dass eine Konkurrenzsituation herrscht." Die Verpflichtung von Lewandowski zum Sommer gilt unter Experten als Schwächung der Position des Kroaten. Zuletzt betonte Pep Guardiola aber, Mandzukic halten zu wollen.

Der Sportvorstand des Rekordmeisters will von geschwächten Personalien ohnehin nichts hören und betonte die Notwendigkeit von Veränderungen: "Der FC Bayern kann doch nicht in Selbstgefälligkeit verharren, zufrieden auf seinen Kader schauen und im Ist-Zustand so lange verharren, bis wir irgendwann nicht mehr funktionieren und dann panisch in Aktionismus verfallen."

"Warum ist das unsympathisch?"

"Stabil und nachhaltig", bezeichnete Sammer die Transferpolitik der Münchner - den in den letzten Jahren wiederholt erhobenen Vorwurf, die Bundesliga-Konkurrenz gezielt zu schwächen, wollte der 46-Jährige nicht gelten lassen: "Warum ist das unsympathisch? Man könnte uns ja auch Respekt zollen und sagen: 'Die machen ihren Job nicht so schlecht'."

In der laufenden Saison machen die Bayern jedenfalls einen exzellenten Job und sind dem Verfolgerfeld auf nationaler Ebene trotz eines weniger bestrittenen Spiels bereits um sieben Punkte enteilt - dem BVB sogar schon um zwölf Zähler. Sammer gibt nichts auf Langeweile-Diskussionen: "Mich interessiert nur, was wir machen, wie gut wir arbeiten. Und wir dürfen uns nicht von unserer Zielstrebigkeit abbringen lassen. Unsere Zielstrebigkeit ist vorbildlich."

Die Bayern absolvieren derzeit in Doha ihre Rückrundenvorbereitung, ehe im Januar und Februar in Bundesliga und Champions League die Weichen auf Erfolg gestellt werden sollen. "Das Jahr 2013 muss raus aus unseren Köpfen. Das ist nur noch eine wunderschöne Erinnerung und Geschichte. Unser Ziel muss es sein, 2014 mindestens so gut zu arbeiten wie 2013 auch", so Sammer in der Hoffnung, an die grandiose Triple-Saison anknüpfen zu können.

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