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Wolfsburgs Erfolg gegen den VfB hatte einen faden Beigeschmack: Torschütze Diego war bei seiner Auswechslung nicht erfreut und verweigerte den Handschlag.

Wolfsburg. Sein Rückfall zur "Diva" dauerte zwar nur kurz, doch die Unzufriedenheit bei seiner Auswechslung war dem Wolfsburger Torschützen Diego dennoch deutlich anzusehen. Genauso widerwillig wie der 28-Jährige beim 3:1 (1:0)-Erfolg gegen den VfB Stuttgart in der 72. Minute vom Feld getrottet war, klatschte der Brasilianer Trainer Dieter Hecking ab. Vermied aber die Verweigerung des Handschlags - und damit noch größere Aufregung.

"Gute Spieler wollen selten ausgewechselt werden", sagte Hecking und wollte Diskussionen über das Verhalten des zuletzt angeschlagenen Mittelfeldspielers überhaupt nicht erst aufkommen lassen: "Er hat 70 Minuten gut gespielt für das Team."

Deutlicher wurde hingegen Manager Klaus Allofs, der in Richtung des Mittelfeldspielers erklärte: "Jeder hier ist ein 23stel des Teams. Nicht mehr - und nicht weniger."

Ohnehin dürfte der Brasilianer weiter das Dauerthema bei den Niedersachsen bleiben. Im Sommer läuft der hochdotierte Vertrag des ehemaligen brasilianischen Nationalspielers aus - Verlängerung ungewiss. Noch gab es keine Gespräche zwischen beiden Parteien, dennoch müssen sowohl die Verantwortlichen als auch der Spieler fast wöchentlich neue Wasserstandsmeldungen abgeben.

Diego: "Mein Job ist es, konzentriert zu bleiben"

"Mein Job ist es, konzentriert zu bleiben", sagte Diego, der mit einem abgefälschten Freistoß das 2:0 erzielt hatte, es war erst das zweite Saisontor des Brasilianers: "Wir werden zusammen entscheiden, der Moment ist nicht weit entfernt." Allerdings sei es Aufgabe des Klubs, den ersten Schritt zu Verhandlungen zu machen.

Zurzeit scheint ein Verbleib Diegos in Wolfsburg vollkommen offen. Auch wenn vor allem die hohen Gehaltskosten gegen einen neuen Vertrag sprechen, ist der Mittelfeldspieler in seinem Heimatland ein wichtiger Werbeträger. Der mächtige VW-Boss Martin Winterkorn hatte sich zuletzt deutlich für eine Weiterbeschäftigung Diegos ausgesprochen. Womöglich auch mit Blick auf den für den Autobauer wichtigen Absatzmarkt Brasilien.

Zumal sich Diego in den letzten Wochen in den Dienst der Mannschaft stellte und selbst die Versetzung aus dem zentralen Mittelfeld auf die Außenbahn zumindest öffentlich klaglos hinnahm. Viele Argumente für eine Rückkehr in die Schaltzentrale hat der Brasilianer angesichts der Erfolgsserie der Wolfsburger von zuletzt acht Ligaspielen ohne Niederlage (sechs Siege, zwei Unentschieden) aber ohnehin nicht auf seiner Seite.

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