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Die Borussia hat mit weiteren Verletzten zu kämpfen, während Bayer auf Wolke sieben schwebt und Platz eins im Visier hat...

NACHBERICHT
Aus Dortmund berichtet Stefan Döring

Borussia Dortmund hat es dieser Tage sicherlich nicht leicht und das Verletzungspech bleibt den Schwarz-Gelben treu. Nun drohen auch Sven Bender und Nuri Sahin länger auszufallen.

Sicher scheint, dass beide Spieler in der Champions League gegen Olympique Marseille nicht auflaufen können. Wenn man den Befürchtungen aus der Mixed Zone nach dem Spiel glauben schenken darf, sind die Bänder bei Nuri Sahin durch. Bei Sven Bender hofft man derzeit noch auf eine schwere Prellung. "Es ist unglaublich bitter, dass wir drei Spieler verloren haben. Das macht die Aufgaben der nächsten Woche nicht einfacher", brachte Roman Weidenfeller seine Frustration zum Ausdruck. Damit wächst das Lazarett auf inzwischen sechs Stammspieler: Neven Subotic, Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Marcel Schmelzer, Nuri Sahin und Sven Bender.

Dortmund kann Spiel nicht aufziehen

BVB-Präsident Reinhard Rauball hofft hingegen, dass bis zum Spiel am Mittwoch wieder möglichst viele Spieler einsatzbereit sind. "Wir müssen versuchen, das Nötigste zu mobilisieren, müssen das Beste daraus machen und die Kräfte bündeln", gibt der BVB-Boss die Richtung vor. In der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim muss man zudem auch auf Sokratis verzichten, der sich kurz vor Schluss eine dumme gelb-rote Karte abgeholt hatte als er den Ball wegschlug.

Neben den Verletzungen verlief das Spiel aber ebenfalls alles andere als nach Plan für die Heimmannschaft. Sahin wurde zugestellt und das BVB-Angriffsspiel über die Außen funktionierte nicht gut. Zudem hatte man kaum Zugriff auf Spiel, keine Struktur im Angriff und auch die Schnelligkeit wurde nicht ausgespielt. Hinzu kam, dass Leverkusen clever im Raum stand und die Pässe in die Schnittstellen meistens ankamen.

Leverkusen beherrscht den BVB

"Wir wollten aggressiv sein und das war der Schlüssel zum Sieg", erklärte Jens Hegeler nach dem Spiel und Simon Rolfes sah die Vorteile am Samstagabend darin, dass seine Mannschaft die Zweikämpfe angenommen hatte: "Wir hatten Zug nach vorne ohne zu hohes Risiko zu gehen und haben schnell und aggressiv nachgesetzt. So konnte der BVB sein Umschaltspiel nicht aufziehen."

Auf Dortmunder Seite erkannte man die Leistung der Bayern-Verfolger an. "Glückwunsch an Bayer Leverkusen. Die waren heute gut eingestellt und wir haben unseren Rhythmus nie gefunden, um sie ernsthaft in Gefahr zu bringen", sagte Rauball während Weidenfeller Gründe für die Niederlage suchte: "Wir haben zu lasch gespielt, läuferisch und auch in der Luft war es heute nicht gut". Auch Robert Lewandowski erkannte die Leistung neidlos an: "Wir haben nicht gut gespielt. Leverkusen hat es gut gemacht, uns stark ausgespielt. Wir sind manchmal nicht clever genug."

Holt der BVB die Champions League?

Am Ende des Abends gab es aber auch noch eine Kampfansage der Leverkusener gen München. "Bayern und der BVB sind stark, wir aber auch. Wir wollen in jedem Spiel eine gute Leistung zeigen und natürlich wollen wir vorne ran", erklärte Torschütze Heung-Min Son ("Das Tor gehört der ganzen Mannschaft"). Simon Rolfes hatte in der Stunde des Triumphs aber auch noch ein aufmunterndes Wort für den Gegner übrig: "Vor zwei Jahren hatten wir Chelsea geschlagen, letztes Jahr waren wir die Mannschaft, die Bayern geschlagen hat. Beide sind dann Champions-League-Sieger geworden. Vielleicht schafft das Dortmund jetzt auch."

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