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Nach dem Pflichtsieg beim FC Augsburg scheint die Bayern-Welt in bester Ordnung. Nicht so für Sportvorstand Matthias Sommer. Der wütet gegen die Medien und das Umfeld.

Aus der SGL-Arena berichtet Patrick Reichardt

Augsburg.
Er hätte auch einfach die Mannschaft loben und seine Zufriedenheit aussprechen können. Doch das war Matthias Sammer zu einfach. Er ging nach dem 2:0-Erfolg beim FC Augsburg aus sich heraus und erboste sich über die Medien und deren Haltung zur "Dominanz" des FC Bayern München.

Unmissverständlich machte der angesäuert wirkende Sportvorstand gleich im zweiten Satz klar, was ihm so gar nicht passt: "Mich stört in diesem Moment nur eines und das ist diese scheinheilige Diskussion, die wir hier führen. Darüber, dass wir die Spiele mal eben so im Vorbeigehen gewinnen würden."

Der Einsatz und die Leistungen der Spieler, die ständig Verletzungen wegstecken, käme dabei viel zu kurz. "Wir führen eine Scheindiskussion um eine angebliche Dominanz – die ist lächerlich", motzte Sammer nach Abpfiff und dem Verlust von Arjen Robben, der mit einer tiefen Risswunde am Knie früh ausschied.

Auslöser eine Frage im TV-Studio

In den vergangenen drei Jahren sei man nur einmal Meister geworden, weshalb sich Sammer diese Debatte verbiete. Gerade richtig in Fahrt gekommen, tobte der 46-Jährige weiter: "Wenn wir so gut spielen, so gute Ergebnisse erzielen, sollte das einfach mal anerkannt und nicht irgendein dummes Zeug geredet werden."

Auslöser der Wutrede soll eine Frage in einem Fernsehstudio vor dem Spiel gewesen sein. Dort sei Sammer verwundert darauf hingewiesen worden, dass der Triple-Gewinner sogar mit der besten Mannschaft auflaufe. "Das", polterte Sammer, "ist respektlos!"

"Jetzt wird's noch scheinheiliger"

Bayern betreibe für den Erfolg einen "unheimlichen Aufwand" so der Sportvorstand. Abermals betonte Sammer, dass man nur eine der letzten drei Spielzeiten an der Tabellenspitze beendete. Als eine weitere Journalisten-Nachfrage folgte, wer diese Diskussion führe, beendete er die Unterredung: "Jetzt wird's noch scheinheiliger. Schönen Abend noch!"

Einen letzten Satz konnte er sich allerdings nicht verkneifen: "Sie brauchen nichts anderes zu verstehen, als dass Bayern für den Erfolg jeden Tag sehr hart arbeitet. Wenn sie das verstehen, ist alles gut." Verstanden?

EURE MEINUNG: Hat Sammer mit seiner Motz-Attacke rech oder ist es übertrieben?

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