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Im Januar feiert Dante sein zehnjähriges Dienstjubiläum in Europa: Beim FC Bayern hat er seine Heimat gefunden. Erfolgstrainer Guardiola vergleicht er mit anderen Weggefährten.

München. Seit knapp zehn Jahren spielt Dante nunmehr in Europa Fußball. Dabei waren seine Anfänge auf dem alten Kontinent durchaus beschwerlich. Mittlerweile hat er beim FC Bayern München eine neue Heimat gefunden.

"Es ist das Beste, was mir passieren konnte", resümierte der 30-Jährige im Kicker-Interview: "Als ich hierher kam, wusste ich, dass wir mit dieser Mannschaft Titel holen werden. Aber ich wollte nicht viel darüber reden, sondern arbeiten." Für ihn besitze das Team einen "großen Charakter" und die entsprechende Einstellung: "Wir motivieren uns immer wieder neu, das ist eine unserer großen Stärken."

Beim Rekordmeister könne er sich gar sein Karriereende vorstellen. Sollte man ihm einen Vertrag vorlegen, würde er "sofort den Kugelschreiber zücken und unterschreiben." Seit 2012 spielt Dante bei den Bayern und hat dort noch einen Vertrag bis 2016.

WM-Teilnahme "wie ein Titel"

Auf die Frage, ob er angesichts der WM 2014 im eigenen Land Druck empfinde, antwortete der Abwehrmann: "Bei Bayern haben wir auch Druck. Ich sehe das positiv." Er ergänzte: "In Deutschland gibt es auch Druck, aber das hat nichts mit dem zu tun, der in puncto Titel in Brasilien herrscht."

Druck sei für ihn reine Kopfsache, der großen Verantwortung bei der Heim-Endrunde sei er sich durchaus bewusst: "Das kann einen auch beflügeln, wenn man die richtigen Gedanken hat." 

Für ihn persönlich wäre die Nominierung für den WM-Kader schon ein großer Erfolg. "Dabei zu sein, wäre für mich wie ein Titel", so Dante. Lange musste er auf seine Einladung für der Selecao warten, dennoch habe er immer daran geglaubt. Der Ex-Gladbacher selbstbewusst: "Die WM 2014 war präsent in meinem Kopf. Das ist die Geschichte von einem, der immer an sich geglaubt hat und nicht aufgibt."

"Es war sehr schwer für mich"

2004 wagte Dante einst den Schritt nach Europa und wechselte zu OSC Lille. "Es war sehr schwer für mich. Es war ein Kulturschock, immer dunkel, sehr kalt." Besonders die Sprachbarriere schien unüberwindbar: "Am Anfang verstand ich überhaupt nicht, was der Trainer von mir wollte."

Dennoch glaubte er an sich und hatte ein klares Ziel vor Augen: "Ich wollte es schaffen, irgendwann mal in einem großen Klub zu spielen." Über mehrere Stationen schaffte er es schließlich zu den Bayern, mit denen er in der vergangenen Saison das Triple gewinnen konnte.

Bei jedem Verein bei dem der Brasilianer anheuerte, stieß er zuvor auf Gegenwind: "Ich traf immer auf eine gewisse Skepsis." Seine Stärke sei allerdings, die "Herausforderung" anzunehmen. Ob bei Lille, Charleroi, Lüttich, Gladbach oder Bayern - er musste hart arbeiten, um "das Vertrauen der Leute zu erlangen."



"Guardiola ist sehr intelligent"


Von seinen bisherigen Trainern nahm der Defensivspieler unterschiedliche Dinge mit. "Lucien Favre hat mir gezeigt, wie ich meinen Fußball vereinfachen kann, dazu war er taktisch sehr stark." Gladbachs Trainer habe ihn in Sachen Stellungsspiel und Laufwege geprägt: "Das war sein Metier."

Unter Jupp Heynckes fand er die "riesige Gelassenheit". Dante zu seiner Entwicklung: "Mit ihm bin ich noch mal sicherer im Spielaufbau geworden. Er hat mir eine unglaubliche Ruhe am Ball beigebracht."

Sein derzeitiger Vorgesetzter, Pep Guardiola, sei eine "Mischung aus beiden". "Er hat taktisch Unglaubliches drauf, aber er ist auch psychologisch sehr stark." Zudem spüre er, "was in der Mannschaft los ist", und weiß, damit richtig umzugehen. Er finde stets "die richtigen Worte, um ihn wieder anzustacheln."

Dante hat das Erfolgsrezept des Spaniers entschlüsselt: "Er ist sehr intelligent. Das erklärt auch, warum wir wieder diese Konstanz haben nach all den Erfolgen letztes Jahr."

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