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Thomas Berthold wirft seinem Ex-Klub fehlende Nachwuchs- und Scouting-Arbeit vor. Fehleinkäufe seien die Folge.

Frankfurt. Thomas Berthold hat harsche Kritik an seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt geübt. Der Verein habe strukturell große Probleme und investiere außerdem nicht genug in Nachwuchs und Scouting. An einen Abstieg der Hessen glaubt der Weltmeister von 1990 dennoch nicht.

"Eintracht ist von der Struktur her schlechter aufgestellt als viele Zweitligisten", polterte Berthold laut der Bild: "Das Hauptproblem ist seit ewigen Zeiten die mangelnde Nachwuchs-, vor allem aber Scouting-Arbeit. Das kannst du nicht mit ein, zwei Leutchen machen."

Der 49-Jährige, der seine Bundesliga-Karriere bei den Frankfurtern begann und von 1982 bis 1987 bei den Profis spielte, sieht darin auch die Ursache für die fehlende Konstanz bei den Hessen: "Es wird dort immer nur auf Sparflamme gekocht, keiner schaut über den Tellerrand. Mit dem Ergebnis, dass es ein ständiges Auf und Ab gibt. Drei Abstiege in den vergangenen zehn Jahren, das sagt doch alles."

Berthold plädiert für Kader-Verkleinerung

Immerhin seien Fehleinkäufe die Folge des mangelhaften Suchens. Neun Spieler holten die Frankfurter im Sommer, überzeugen konnte laut Berthold nur Vaclav Kadlec: "Er hat sich durchgesetzt, mit Abstrichen kannst du auch Tranquillo Barnetta nennen. Aber der Rest?"

Um das zu ändern, müsse, so Berthold weiter, die Scouting-Abteilung aufgewertet werden: "Du brauchst im Scouting einfach mehr Personal und ein größeres Budget. Warum ist Eintracht denn nicht in Südamerika oder Afrika präsent und schaut sich dort nach Talenten um? Weil kein Geld da ist. Der Verein sollte lieber einen Kader mit 24 statt mit 28 Spielern haben und das gesparte Geld ins Scouting stecken."

Dass die Frankfurter, die seit sieben Bundesligaspielen auf einen Sieg warten, deswegen absteigen, glaubt Berthold allerdings nicht: "Sie kommen da unten wieder raus, weil sie stärker sind als die Konkurrenten. Und weil Armin Veh ein erfahrener Trainer ist."

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