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Dieter Hoeneß findet es unverschämt, wie mit seinem Bruder in der Steueraffäre umgegangen wird. Er fühlt sich an eine "öffentliche Hinrichtung" erinnert.

München. Dieter Hoeneß hat sich hinter seinen Bruder Uli gestellt. Der langjährige Hertha-Manager findet es unverschämt, wie mit dem Boss des FC Bayern München im Zuge der Steueraffäre umgegangen wird und spricht von einer "öffentlichen Hinrichtung".

"Uli leidet seit Monaten brutal. Seit Monaten schwebt dieses Damokles-Schwert über ihm", sagte Dieter Hoeneß bei Sport1.

Dass die Steueraffäre seines Bruders in die Öffentlichkeit geraten ist, findet Hoeneß völlig daneben. "Das ist eine Straftat. Das Steuergeheimnis muss geschützt werden", so Hoeneß.

"Das hat er nicht verdient"

Und weiter: "Dass er Steuern hinterzogen hat, steht außer Frage. Was mich stört, ist, dass seine Behandlung einer öffentlichen Hinrichtung gleicht. Er hat einen Fehler gemacht, aber diesen öffentlichen Prügel-Lauf hat er nicht verdient."

Bei der Jahreshauptversammlung war Uli Hoeneß in Tränen ausgebrochen. Manch einer unterstellte dem Bayern-Boss anschließend Kalkül. "Was mich wundert, ist, dass Menschen Zweifel haben, dass seine Tränen echt waren - das ist erbärmlich", so Dieter Hoeneß.
 

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