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Er kam als Nachfolger von Klaus Allofs und trat damit ein schweres Erbe an. Nach einem dreiviertel Jahr im Profifußball hat er seine Kritiker verstummen lassen.

Bremen. Nicht wenige begegneten ihm voller Skepsis. Ein Manager, der 14 Jahre lang im Eishockey in der Verantwortung stand, soll dabei helfen, Werder Bremen wieder ins internationale Geschäft zu führen. Trotz aller Vorurteile ging Thomas Eichin seinen Weg und hat bereits erste Duftmarken gesetzt.

"Ich denke schon, dass ich im Fußball angekommen bin", bekräftigt der 47-Jährige in der Kreiszeitung. Er habe jedoch auch zuvor "nicht nur 14 Jahre in der Eishalle gesessen", gerade das Treiben in den ersten drei deutschen Ligen sehr genau verfolgt.

Daher gab es bei seinem Amtsantritt in Bremen keinerlei Bedenken seinerseits, der Herausforderung nicht gewachsen zu sein. "Ich habe auch eine klare Vorstellung von Spielertypen, die ich bevorzuge, da lasse ich mich nicht beirren", sagt er selbstbewusst.

"Wir sondieren auf allen Positionen"

Der im Sommer eingeleitete Umbruch sei nach Angaben des 47-Jährigen nicht beendet. "Wir sondieren auf allen Positionen den Markt", bestätigt Eichin. Dabei gehe es aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen bei Werder darum, kreative Lösungen zu finden.

Die sommerlichen Neuzugänge Luca Caldirola, Santiago Garcia und Franco Di Santo stehen exemplarisch für diesen Weg. Uneinsichtige Großverdiener wie Marko Arnautovic hatten an der Weser dagegen keine Zukunft mehr. Teure Stars sind derzeit nicht zu finanzieren. Umso wichtiger ist es, auf junge Akteure zu setzen, wie zum Beispiel Felix Kroos.

"Den hatte doch letzte Saison noch keiner auf dem Papier", berichtet der ehemalige Gladbacher Profi. Er sei allerdings von den Qualitäten überzeugt gewesen und wollte Neu-Trainer Robin Dutt jene nicht vorenthalten.

Kroos die Positiverscheinung der Saison

"Ich wollte ihm die Möglichkeit geben, sich Felix anzugucken", so Eichin. "Mir war klar, dass Felix einen Weg in die Mannschaft finden würde." Insgesamt könne der Verein mit der Mittelfeldplatzierung und Entwicklung unter Dutt gut leben. Auf Dauer werde man sich im Umfeld mit einem Rang im Niemandsland der Tabelle nicht zufrieden geben, das weiß auch der Manager.

Nach den langfristigen Zielen gefragt gibt es daher keine zwei Meinungen für ihn. "Mittelfristig muss Werder aufgrund seiner Tradition, seiner Nachwuchsarbeit und seines Stellenwerts in der Lage sein, immer an einem europäischen Platz zu kratzen." Die ersten Weichen dafür hat Eichin in den letzten Monaten gestellt.

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