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FC Bayern "traurig": Schweinsteiger fällt wohl bis Jahresende aus

Der Vize-Kapitän der Bayern muss sich erneut am rechten Sprunggelenk operieren lassen. Die Zwangspause dürfte bis Jahresende dauern.

München. Pep Guardiola machte eine Miene, die keiner Worte mehr bedurft hätte. "Sehr traurig" sei es, sagte er dann trotzdem über die Hiobsbotschaft, dass Bastian Schweinsteiger ein weiteres Mal an seinem rechten Sprunggelenk operiert werden muss und in diesem Jahr wohl kein Spiel mehr bestreiten wird. Vor dem Rekord-Spiel gegen den FC Augsburg am Samstag, in dem der FC Bayern München zum 37. Mal in der Bundesliga ungeschlagen bleiben könnte, vergrößern sich damit die Probleme von Guardiola bei der Besetzung des Mittelfelds.

Schweinsteiger war bereits am 3. Juni am rechten Sprunggelenk operiert worden und hat sich danach trotz anhaltender Probleme in den Dienst der Mannschaft gestellt. "Er hat uns geholfen", lobte Guardiola voller Respekt, "er hat unglaublich gearbeitet, er hat alles gemacht. Ihn zu trainieren, ist ein Traum für mich - aber er hat Schmerzen." Im Mittelfeld fehlen dem Trainer außerdem noch Thiago Alcantara und der Schweizer Xherdan Shaqiri, Javi Martínez kommt gerade erst zurück von einer Verletzung, Arjen Robben war angeschlagen.

"Immer wieder sehr schmerzhaft"

Auch Schweinsteiger klang niedergeschlagen. Die letzten Wochen seien für ihn "immer wieder sehr schmerzhaft" gewesen, sagte er, "ich habe es trotzdem immer wieder versucht". Auch, weil er der Mannschaft, weil er Guardiola helfen wollte. Nun aber, ergänzte er, sei er an einem Punkt angelangt, an dem sich ein operativer Eingriff nicht mehr vermeiden lasse. "Ich hoffe, dass ich nach der OP wieder komplett schmerzfrei Fußball spielen kann." Wann das sein wird, ist derzeit unsicher. 2013 wird es wohl nicht mehr sein.

Eine erneute Operation heißt auch: Schweinsteiger wird dem FC Bayern bei der Klub-WM in Marokko Mitte Dezember fehlen, zunächst aber auch bei den Länderspiel-Klassikern am 15. November in Mailand gegen Italien und am 19. November in London gegen England. Schweinsteiger, der zuletzt beim WM-Qualifikationsspiel in Schweden sein 100. Länderspiel absolviert hatte, verpasst im Nationaltrikot die Testspiele Nummer 13 und 14 in Serie. Zuletzt hat er am 10. August 2011 (3:2 gegen Brasilien) ein DFB-Testspiel bestritten.

Vereins- und DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt teilte mit, dass "im Verlauf der Kontrolluntersuchungen in den zurückliegenden Wochen bei Bastian Schweinsteiger eine postoperativ zunehmende Verknöcherung im Bereich des rechten Sprunggelenkes" festgestellt worden sei. Dies führe "zu einer mechanischen Sehnenreizung". Trotz der intensiven konservativen Maßnahmen habe auch keine ausreichende Besserung erreicht werden können, teilte der FC Bayern mit. Wann und wo operiert wird, sei noch nicht geklärt.

Chancen für Höjberg und Mandzkic

Beim ersten Eingriff in Zürich waren ihm freie Gelenkkörper entfernt worden. Kurios: Schweinsteiger belegte damals ein Krankenzimmer mit seinem Freund Felix Neureuther - beide posteten das Bild zweier vergnügter Patienten im Internet. Neureuther war am selben Tag ebenfalls am Sprunggelenk (links) operiert worden - aus der ursprünglich geplanten Pause von zwei Wochen waren bei ihm vier Monate geworden.

Mit der fernen Zukunft wollte sich Guardiola am Freitag nicht beschäftigen, wichtig, sagte er, sei zunächst das Spiel gegen den FC Augsburg. Für das Mittelfeld wird er wohl Pierre-Emile Höjbjerg aus der zweiten Mannschaft holen, im Angriff darf sich Mario Mandzukic auf einen Einsatz einstellen. Denn Guardiola hat festgestellt: "Wir sind besser mit einem echten Stürmer." Dass der FC Ausgburg damit droht, den Ungeschlagen-Rekord zu verhindern, freut den Trainer der Münchner sogar: Das sei eine "große Motivation".

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