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FC Bayern München: Auch SPD kritisiert Festhalten an Präsident Uli Hoeneß

Nach der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International hat auch die SPD deutliche Kritik an Bayern Münchens Festhalten an Präsident Uli Hoeneß geäußert.

Köln. Uli Hoeneß muss sich in der Steueraffäre im März 2014 vor Gericht verantworten: Unmittelbar nach der Mitteilung am Montagvormittag reagierte der FC Bayern München und stärkte dem Präsidenten den Rücken. Dieses Vorgehen stößt jedoch auf heftigen Gegenwind - auch aus dem politischen Lager.

"Die rechtsstaatliche und moralisch-ethische Ignoranz dieser Spitzenmanager schlägt dem Fass den Boden aus", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Poß dem Kölner Stadtanzeiger mit Blick auf die Aufsichtsratsmitglieder des Champions-League-Gewinners.

Dem neunköpfigen Gremium gehören zahlreiche Top-Manager von Weltfirmen wie adidas (Herbert Hainer), Audi (Rupert Stadler), Telekom (Timotheus Höttges) oder VW (Martin Winterkorn) an.

Hoeneß muss vor Gericht

Er habe jedenfalls "andere rechtsstaatliche und moralische Vorstellungen als diese hochmögenden Herren", sagte Poß, "das verschlägt einem schon gelegentlich die Sprache". Hoeneß sei zur "Symbolfigur der Oberschichtenkriminalität mit Namen Steuerbetrug geworden".

Die Wirtschaftsstrafkammer des Oberlandesgerichts München II hatte die Anklage der Staatsanwaltschaft München II gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung vom 30. Juli 2013 am Montag "unverändert" zur Hauptverhandlung zugelassen.

Der Prozess beginnt ab dem 10. März 2014. Zunächst sind vier Verhandlungstage angesetzt. Hoeneß wird Einkommenssteuerhinterziehung vorgeworfen.

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