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Kruses Sonderurlaub ist zu Ende, sein Trainer findet selbst nach dem Erfolg in Hamburg was zu kritisieren. HSV-Sportdirektor Kreuzer kann sich einen Transfer vorstellen

Mönchengladbach. Der Sieg von Borussia Mönchengladbach beim Hamburger SV war für Max Kruse ein ganz besonderes Erlebnis. Der 25-Jährige ist in Reinbek bei Hamburg geboren, war früher HSV-Anhänger. Trainer Lucien Favre gab ihm anschließend zwei Tage frei, um bei der Familie zu bleiben. Nun steht aber wieder die Vorbereitung auf die nächste Partie am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg im Fokus.

"Der Trainer findet nach so einem Spiel immer was zu kritisieren", sagte Kruse der Bild. "Das Video-Studium wird sicher wieder interessant", ergänzte der Linksfuß, der in dieser Saison sieben Saisontreffer erzielte.

Der akribische Arbeiter Favre pflichtet seinem Schützling bei. "Da hat er vollkommen recht! Aber die Kritik ist nicht böse gemeint, auch ich freue mich über den Sieg", versichert der Schweizer, der mit seinem Team derzeit auf Tabellenplatz vier rangiert.

"Das müssen wir abstellen"

Vielmehr gehe es ihm darum, dass Spiel seiner Mannschaft zu verbessern. Trotz des ersten Auswärtsdreiers war der Coach nämlich nicht vollauf zufrieden: "Gegen Hamburg sind wir phasenweise noch zu sehr unter Druck geraten, das müssen wir abstellen."

Derweil hat Kruse auch beim HSV einen guten Eindruck hinterlassen, obwohl er mit seinen beiden Toren für den Sieg der Gladbacher sorgte. Zumal er vor der Partie erklärt hatte, gerne irgendwann einmal wieder in Hamburg zu spielen.

"Das ehrt uns natürlich, dass Spieler solcher Qualität sich vorstellen können, für uns aufzulaufen", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer der "MOPO": "Warum soll es in der Zukunft nicht klappen? Ausschließen möchte ich das auf keinen Fall." Kurzfristig dürfte ein Wechsel Kruses zurück nach Norddeutschland keine Rolle spielen. Sein Vertrag bei der Borussia läuft noch bis 2017.

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