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Der Club-Kapitän hat sich für sein Verhalten nach dem Freiburg-Spiel entschuldigt. Zugleich klärte er auf, wie es zu dem Missverständnis mit der Nordkurve kommen konnte.

Nürnberg. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg wurde Nürnbergs Kapitän Raphael Schäfer zur Zielscheibe der eigenen Fans. Nun hat sich der Torhüter des sieglosen Tabellen-Vorletzten für das Wegwerfen der Kapitänsbinde entschuldigt.

"Wir verstehen die Enttäuschung von Teilen der Fans in der jetzigen Situation", sagte Schäfer auf der Vereinshomepage des 1. FC Nürnberg und führte aus: "Wer bei einem Traditionsverein spielt, dem sind solche Situationen nicht fremd. Dass Emotionen und Sorgen hochkommen, ist verständlich."

Dass er vor dem Eklat als letzter Nürnberger Spieler mit Verspätung in die Nordkurve ging, hatte folgenden Grund: "Ich habe in der Mixed Zone meinen Job erledigt und die Interviews für die Medienvertreter abgearbeitet. Als ich danach in die Kabine zurückkam, war die gesamte Mannschaft noch einmal in der Kurve."

Missverständnis führte zu emotionalen Reaktionen

Für den eigentlichen Aufruhr sorgte aber, dass der 34-Jährige als Kapitän nicht per Mikrofon das Wort ergriff, wie es Sportdirektor Martin Bader zuvor getan hatte. Schäfer erklärte: "Als ich das Mikrofon ergreifen wollte, wurde mir unmissverständlich mitgeteilt, dass alles gesagt sei und ich das Wort nicht mehr an die Kurve richten sollte."

Zur massiven Kritik in seine Richtung sei es dann gekommen, weil "der Kurve wohl nicht mitgeteilt wurde, dass mir gesagt wurde, dass ich das Wort nicht ergreifen soll." Folglich hätten die Fans "gar nicht mitgekriegt, dass ich gerne etwas gesagt hätte."

Bedauern über emotionale Geste

Dass er aufgrund der verbalen Attacken gegen ihn schließlich noch auf dem Platz seine Kapitänsbinde zu Boden geworfen hat, bezeichnete Schäfer mit zwei Tagen Distanz als "riesengroßen Fehler." Der Keeper beteuerte, dass es "eine Ehre für jeden Sportler" sei, von der eigenen Mannschaft in dieses Amt gewählt zu werden.

Allerdings habe er in dem Moment gedacht, "wenn die Gruppierung mich nicht mehr als Kapitän akzeptiert, will ich es auch nicht mehr sein. Ich habe überreagiert. Das wird mir nie wieder passieren." Nach Rücksprache mit Trainer Gertjan Verbeek und den Mitspielern wird Schäfer aber Spielführer bleiben: "Das ist ein klares Signal für mich, dass ich weiterhin das Vertrauen habe und das hat mich ermutigt, weiterhin als Kapitän auf dem Platz zu stehen." 

EURE MEINUNG: Darf einem Kapitän in dieser Situation solch ein Fehler passieren?

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