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Der Übungsleiter von Werder Bremen spricht über seine Rückkehr auf den Platz und die Anforderungen und Entbehrungen, denen man als Trainer ausgesetzt ist.

Bremen. Trainer Robin Dutt von Werder Bremen hat in einem Interview vor den Anforderungen und Entbehrungen seines Berufs gewarnt. Gerade Ex-Profis würden den Job unterschätzen. Außerdem sprach er über die jetzige Spielergeneration und seinen Abschied vom DFB.

Vor der Saison schied Dutt überraschend als DFB-Sportdirektor aus und übernahm die Nachfolge des gefeuerten Thomas Schaaf. "[Beim DFB] stellte ich allerdings fest, dass mir etwas fehlt", blickt er im Interview mit Eurosport zurück. "Der Wunsch, eine Mannschaft zu betreuen und sich rund um die Uhr mit deren Entwicklung zu beschäftigen, wurde immer größer." Das habe er sich letztendlich eingestehen müssen.

Im Bremer Umfeld sei er sehr zufrieden. Gerade als Ex-Profi auf der Suche nach einer neuen Herausforderung müsse man aber vorsichtig sein, so der 48-Jährige. "Diejenigen, die bereits wenige Wochen nach ihrer Profikarriere mit der Ausbildung beginnen, vergeben die Chance zu reflektieren." Viele würden die Aufgaben eines Cheftrainers unterschätzen. "Man muss in diesem Beruf bereit sein, auf unheimlich viel zu verzichten", betont Dutt. "Die meisten Spieler ahnen gar nicht, wie viel Aufwand nötig ist."

Für ihn persönlich sei es "der absolute Traumjob – auch wenn er manchmal Schmerzen bereitet". Das könne er aber auch nur deswegen stemmen, weil er großen Rückhalt in seiner Familie habe.

"Basta-Mentalität" ineffektiv

In der Zusammenarbeit mit den Spielern habe sich einiges geändert. Grundsätzlich sei Kommunikation "eine Art Schlüssel", er müsse seine Entscheidungen begründen: "Eine Basta-Mentalität war früher möglich, heute ist sie ineffektiv." Für ihn als Trainer sei wichtig, den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen.

Die vor Jahren geäußerte Kritik, Spieler würden sich nur noch mit Fußball befassen und so nicht zu einer "starken Persönlichkeit" entwickeln, sei nicht mehr ganz aktuell. "Ich sehe im Bus beispielsweise immer öfter Bücher herumliegen", erklärt Dutt. Andere Spieler würden ein Fernstudium absolvieren. Prinzipiell lebten Spieler allerdings "in einer anderen Welt." Das könne für die Persönlichkeitsentwicklung ein "Problem" werden.

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