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Der Brasilianer bemängelte Lethargie und ein falsches Konzept bei seinem Ex-Klub. Im Werder-Lager suchte man Erklärungen - und blickte schon Richtung Abstiegskampf.

Wolfsburg/Bremen. Naldo war im Nachhinein überrascht, wie leicht er mit dem VfL Wolfsburg zum 3:0-Sieg über seinen Herzensverein Werder Bremen kam. "Beim 0:0 gegen Freiburg haben sie gespielt. Das habe ich auch gegen uns erwartet. Aber sie waren viel zu passiv", bemängelte der Innenverteidiger laut Bild.

Vor allem die offensive Ausrichtung der Bremer, bei denen Naldo von 2005 bis 2012 spielte und viele große Champions-League-Abende miterlebte, erschien dem 31-Jährigen reichlich uneffektiv. "Sie haben nur lange Bälle auf die falsche Neun gespielt."

Dabei hatte Werder - nach Nils Petersens Ausfall eben ohne echten Stürmer - in vorderster Front mit Zlatko Junuzovic und Özkan Yilidirm (jeweils 1,72 Meter) deutliche Größennachteile gegenüber Naldo (1,98 Meter) und Robin Knoche (1,90 Meter) im Abwehrzentrum des VfL.

"Es war zu einfach für uns"

"Wenn mein Gegenspieler nur 1,70 Meter groß ist, ist es einfach, Bälle per Kopf zu klären. Es war zu einfach für uns", erklärte Naldo. Bei den Unterlegenen war man sich der falschen Herangehensweise indes bewusst. Und suchte nach Erklärungen, warum es dennoch dazu kam.

"Wer spielen will, braucht eine Überzahlsituation. Wir waren im Aufbau aber oft in Unterzahl. Dann mussten wir die langen Bälle spielen", analysierte Werder-Trainer Robin Dutt. Ähnlich sah es Mittelfeldakteur Cedrick Makiadi, dem die mangelnde Bewegung ohne Ball auffiel: "Es war immer schwer, wenn man den Ball hatte, einen Mitspieler zu finden."

In der Tabelle rutschte Werder nach der Pleite auf Platz 13 ab, das Polster auf den Relegationsplatz ist mit fünf Zählern keineswegs beruhigend. In den verbleibenden sieben Begegnungen bis zur Winterpause muss Werder unter anderem auf Schalke, bei Hertha BSC und zuhause gegen Bayern sowie Leverkusen antreten. Kapitän Clemens Fritz stellte sich auf das Schlimmste ein: "Dass uns der Abstiegskampf drohen kann, ist klar. Da müssen wir gewappnet sein."

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