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Freiburgs Oliver Baumann nach Patzern gegen Hamburg bedient: "Das war ein Scheißspiel"

Der SC-Schlussmann war nach seinem peinlichen Auftritt gegen den HSV konsterniert. Selbst vom Gegner gab es Mitleid, seine Teamkollegen übten sich in Aufmunterungsversuchen.

Freiburg. Trotz der 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV und gravierender indvidueller Fehler wurde Oliver Baumann nach dem Spiel von den Fans mit Sprechchören gefeiert. Der Keeper des SC Freiburg zeigte sich nach dem Spiel gefasst, war aber dennoch traurig über die eigenen Patzer.

"Leck mich am Arsch, wie sieht das aus?", sagte Baumann bei Sky, als ihm nach dem Spiel die Szenen vorgespielt wurden: "Den ersten Ball habe ich falsch eingeschätzt, auch beim zweiten hat's nicht geklappt, den dritten wollte ich dann festhalten - und auch das ist noch schiefgegangen. Das war ein Scheißspiel."

Baumann hatte vor dem Treffer zum 0:1 einen langen Ball falsch eingeschätzt und unterlaufen, sodass Maximilian Beister freie Bahn hatte. Einen ähnlichen Fauxpas leistete er sich auch vor Pierre-Michel Lasoggas 2:0. Die Krönung durch Rafael van der Vaart ermöglichte Baumann, indem er einen Distanzschuss nach vorne abprallen ließ.

Baumann: "Das macht mich stärker"

Aufstecken wollte der Freiburger Schlussmann jedoch keineswegs: Das macht mich stärker. Es ist ja nicht so, dass ich verzweifelt bin. Mir ist es lieber, dass es in einem Spiel passiert als in drei. Hoffen wir, das es nicht wieder vorkommt.“

Von seinen Teamkollegen erntete der Keeper aufmunternde Worte: „Der Oli hat so viele Punkte für uns geholt. Das kann mal vorkommen, so ein Tag. Er wird sicherlich daraus lernen", sagte Julian Schuster nach Abpfiff.

Auch der Gegner, der von Baumanns Patzern mächtig profitierte, äußerte Mitleid: „Es tut mir ein bisschen leid für den Torwart. Das hab ich noch nie gesehen. Wir waren natürlich froh, für ihn war es ein bisschen peinlich", meinte Torschütze van der Vaart.

Streich: "Ich habe keine Lust, Ausreden zu suchen"

Baumanns Trainer hingegen wollte die Schuld nicht bei seinem Torhüter suchen, sondern sah sich selbst in der Verantwortung: "Ich habe keine Lust, Ausreden zu suchen. Wir haben zehn Spiele und fünf Punkte. Ich bin derjenige, der draußen sitzt und über die Mannschaft befragt wird. Der, der dann dafür grade steht, ist nicht Oliver Baumann, das bin ich", so Christian Streich.

Tadelnde Worte wollte er vor der Kamera vermeiden: „Ich werde morgen früh mit ihm sprechen. Was ich ihm sage, werde ich jetzt nicht an den Mikrofonen sagen.“ 

Sein Gegenüber Bert van Marwijk war indes bemüht, die Leistung seines Teams hervorzuheben: "Ich fand, das wir heute nicht so gut gespielt haben. Wir haben verdient gewonnen, aber Glück gehabt mit den Toren. Wir haben in Ballbesitz zu viele Fehler gemacht. Jetzt sieht es so aus, als hätten wir durch die Fehler vom Torwart gewonnen, wir hätten aber noch mehr Tore schießen können.“
 
EURE MEINUNG: Hätte Christian Streich seinen Torhüter womöglich auswechseln sollen?

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