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Der Nationalspieler fordert von seinen Mitspielern mehr Eigenverantwortung ein. Seine Vorstellung von Führungsfiguren hat vor allem damit zu tun, authentisch zu sein.

Hamburg. Marcell Jansen vom Hamburger SV hat in einem Interview mehr Eigenverantwortung von seinen Mitspielern gefordert. Beim HSV habe man vor dem jetzigen Aufwärtstrend zu sehr auf externe Ereignisse reagiert. Zudem sprach er über seine Vorstellung von Führungsspielern, die "Bruder-Generation" und die WM-Chancen von Rene Adler.

Fünf Punkte hat der Hamburger SV in den letzten drei Ligaspielen eingefahren und sich damit ein wenig aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet. Vor dem Duell gegen den SC Freiburg am Sonntag mahnte Jansen dennoch: Es sei noch längt nicht "alles super". "Es ist wichtig, dass wir Spieler uns den Hunger und den Antrieb unabhängig von äußeren Umständen  bewahren", forderte er in der Bild am Sonntag. "Das hat mir in der Vergangenheit ein bisschen gefehlt." Man habe die Spieler "zu oft animieren" müssen.

In den ständigen Trainerdiskussionen – Thorsten Fink war Mitte September nach schwachem Start in die Saison entlassen worden – hätte das Team anders auftreten müssen: "Man muss als Spieler eine Eigenverantwortung spüren. Unabhängig davon, wer Trainer ist."

Führungsspieler muss "Rucksack tragen"

Seit über fünf Jahren ist Jansen jetzt an der Elbe aktiv, hat in der Zeit 122 Partien in der Bundesliga absolviert. Gehört er zu den Führungsspielern im Verein? "Es geht nicht um ein Ranking", wehrt der Nationalspieler ab. Eine Führungsfigur müsse "den eigenen Rucksack tragen", um authentisch zu sein.

Eine Verantwortung gegenüber den jungen Spielern sieht er, trotzdem verteilt er Ratschläge nur "aus Überzeugung". Er selbst habe als Jungspund trotz WM-Teilnahme die Tore getragen: "Hier gab es mal Phasen, da hat das in der neuen, ich nenne es mal Bruder-Generation, gefehlt."

Adler zur WM?

Hinter Manuel Neuer als Nummer eins in der Nationalelf wurde zuletzt vor allem über Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund diskutiert, Rene Adler geriet dagegen aus dem Blickfeld. "Als Kumpel und Mitspieler kann ich sagen: Als Rene gegen Frankreich eine Chance bekommen hat, hat er ein überragendes Spiel gemacht", plädiert der Linksverteidiger für seinen Torwart. Einschalten in die Diskussion wolle er sich aber nicht.

Jansen selbst kommt bisher auf 42 Länderspiele. In den letzten Partien gehörte er immer zum Kader von Trainer Joachim Löw und hat gute Chancen auf ein WM-Ticket.

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