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Mit Maximilian Arnold kommt der Erfolg - VfL Wolfsburg urplötzlich oben

Mit Arnold ist der Erfolg zum VfL zurückgekehrt. Mittlerweile hat der lange nicht berücksichtigte Hoffnungsträger selbst Superstar Diego aus dem zentralen Mittelfeld verdrängt.

Wolfsburg. Die Lobeshymnen nach seiner Glanzleistung waren Maximilian Arnold fast ein bisschen unangenehm. Die Wolfsburger Fans verabschiedeten ihn mit Standing Ovations, die Mitspieler waren von seinem Auftritt begeistert - nur der 19-Jährige selbst blieb nach dem 3:0 (1:0) gegen Werder Bremen bescheiden. "Ich genieße jetzt den Tag. Ich werde mir das Tor noch mal anschauen und mit einer Apfelschorle anstoßen - und dann kann ich hoffentlich schlafen", sagte Arnold, der bei seiner Auswechslung mit Sprechchören gefeiert worden war: "Ich habe Gänsehaut bekommen, aber es gibt jetzt keinen Grund, aufzuhören zu arbeiten. Ich muss mich wieder anbieten und hoffe, auch im nächsten Spiel dabei zu sein."

Innerhalb von nur einer Woche ist Arnold zum Gesicht des VfL-Aufwärtstrends geworden. Ein Tor gegen Augsburg am vergangenen Wochenende, ein Tor gegen Bremen - zudem gegen Werder wichtigster Mann in der VfL-Offensive: Arnold ist maßgeblich daran beteiligt, dass der VW-Klub nur zwei Spiele nach der bitteren Derbypleite gegen Eintracht Braunschweig urplötzlich in der Spitzengruppe der Bundesliga steht.

"Es ist fantastisch, mit ihm zusammenzuspielen. Er ist ein großartiger Fußballer. Er will jeden Tag lernen und besser werden", sagte der brasilianische Spielmacher Diego: "Er ist im Moment sehr wichtig für uns und wird uns diese Saison sehr helfen." Dabei hätte der 28-Jährige allen Grund, die launische Diva zu spielen. Immerhin ist der Großverdiener, der sich immer noch Hoffnung auf die Heim-WM im kommenden Jahr macht, von Arnold aus dem zentralen Mittelfeld auf die Außenbahn verdrängt worden.

Diego profitiert von Arnold

Doch das Gegenteil ist der Fall. Diego ist durch die Hereinnahme Arnolds aufgeblüht. Ihm tut es sichtbar gut, dass er nicht mehr die Hauptlast im Wolfsburger Angriffsspiel schultern muss. Was wiederum den Meister von 2009 gegen Bremen deutlich variabler werden ließ. Neben Arnold (7.), der in seinem erst zwölften Bundesligaspiel bereits sein fünftes Tor erzielte, trugen sich noch Ivica Olic (72.) und Ivan Perisic (89.) in die Torschützenliste ein.

"Maxi ist ein richtig guter Junge", sagte auch Kapitän Diego Benaglio: "Es freut uns alle. Er hat eine schwierige Phase durchgemacht, aber er hat sich wieder gefangen." Denn die Saison begann für Arnold eigentlich denkbar schlecht. Am ersten Spieltag kassierte er gegen Hannover 96 direkt eine Rote Karte und spielte in den Überlegungen von Trainer Dieter Hecking keine Rolle mehr. Mehr als ein Kurzeinsatz bei Bayern München am siebten Spieltag gab es nicht. Nach seinen zwei Toren innerhalb einer Woche dürfte sich das allerdings geändert haben.

Kein Wunder, dass auch VfL-Manager Klaus Allofs, der den Vertrag mit Arnold vor der Saison bis 2017 verlängert hatte, sichtlich zufrieden war. "Ich bin überglücklich, dass wir den Vertrag verlängert haben. Aber Maxi ist auch überglücklich", sagte Allofs: "Er ist hier am richtigen Ort. Hier ist er ausgebildet worden, hier mögen ihn die Fans, hier hat er seinen Platz in der Mannschaft." Doch auch der Blick auf die Tabelle sorgte bei Allofs für gute Laune: "Der ist toll. Wenn man aber zwei Spieltage nichts holt, ist man wieder unten."

EURE MEINUNG: Gelingt Arnold in dieser Saison der ganz große Durchbruch?

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