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In der letzten Saison verlor der BVB beide Derby-Duelle. Mit diesem Makel muss der Tabellenzweite in der aktuellen Spielzeit nach einer starken Vorstellung nicht leben.

Aus Gelsenkirchen berichtet Daniel Buse

Gelsenkirchen. Auf dem Platz lieferte Borussia Dortmund im Revier-Derby der Bundesliga beim FC Schalke 04 einen rundum gelungenen Auftritt ab. Neben dem Platz sorgte ein Teil der mitgereisten Anhänger jedoch für etwas zu viel Spektakel, sodass die Freude bei den schwarz-gelben Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff nicht uneingeschränkt war. "Ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft und das Trainerteam. Das einzige, was mich heute extrem geärgert hat, ist das Verhalten eines Teils unserer Fans", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach Spielende in der Mixed Zone.

"Mir tut das sehr leid"

"Ich möchte mich ganz offiziell bei Schalke 04 entschuldigen. Das geht so nicht. Das gehört sich nicht. Mir tut das sehr leid", meinte Watzke, nachdem unter anderem vor dem Anpfiff aus dem BVB-Block Leuchtraketen in Schalker Blöcke geschossen worden waren. Auf der Spielfläche waren es danach auch die Dortmunder, die etwas abbrannten, was am ehesten als "Feuerwerk" bezeichnet werden konnte. "Wir hatten sehr viel im Griff", sagte Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller hinterher.

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"Diesmal war ich der Glücklichere"

Der Keeper selbst hatte den Elfmeter von Kevin-Prince Boateng in der ersten Halbzeit im Griff: Mit seiner Parade verhinderte er den 1:1-Ausgleich. "Es ist immer sehr schwierig für einen Spieler, mit dem man zusammengespielt hat, dann anzutreten", sagte Weidenfeller über Boateng, mit dem er bereits in Dortmund in einer Mannschaft gestanden hatte. "Er wollte natürlich Stärke und Verantwortung beweisen, aber diesmal war ich der Glücklichere", beurteilte er die Situation, die hinterher von den Schalkern als spielentscheidend eingeschätzt wurde.

"Wussten direkt, dass es ein Kampf wird"

Dabei war es vor allem die spielerische Klasse von Borussia Dortmund, die im Duell zweier Teams, die sich kämpferisch auf Augenhöhe befanden, den Ausschlag gab. "Der Trainer hat uns die Aufstellung von ihnen gezeigt und da waren wir schon überrascht, wie defensiv sie auf dem Platz standen. Sie hatten drei Linksverteidiger auf dem Platz", wunderte sich unter anderem Dortmunds Nuri Sahin, dass S04 mit Draxler, Boateng und Szalai nur drei echte Offensivspieler auf den Platz schickte. "Da wussten wir direkt, dass es ein Kampf wird – und den Kampf haben wir angenommen und uns gewehrt", ergänzte Sahin, der selbst mit einem tollen Schuss das zwischenzeitliche 2:0 erzielt hatte.

Keine Wiederholung

Drei schön herausgespielte Tore reichten dem BVB, um am Ende den Sieg ohne größere Probleme perfekt zu machen. "Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Dass ich meinen Teil durch solch ein schönes Tor beitragen kann, ist umso schöner", sagte Nuri Sahin hinterher. Und was für die Fans besonders wichtig war: Eine Wiederholung der vergangenen Saison, als es für die Borussia zwei Derby-Niederlagen setzte, wird es auf jeden Fall in diesem Jahr nicht geben, weil sich Sahin und Co. auf Schalke gewehrt, gefunden und durchgesetzt haben.

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