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Der Ex-Münchner geht optimistisch, aber mit Respekt in das Spitzenspiel beim FC Bayern. Eine Negativ-Entwicklung wie in der Abstiegssaison 2011/12 schließt der Berliner aus.

Berlin. Hertha-Torhüter Thomas Kraft geht optimistisch, aber auch mit einer gewissen Portion Respekt in das Bundesliga-Spitzenspiel bei seinem Ex-Klub Bayern München. Der 25-Jährige sieht die Berliner Mannschaft fußballerisch und charakterlich auf einem deutlich höheren Level als in der Abstiegssaison 2011/12. Einen neuerlichen Absturz schließt er damit aus.

"Hier hat keiner die Hosen voll. Wir werden extrem gefordert, aber Fußball-Deutschland erwartet nichts von uns. Insofern ist es das leichteste Spiel der Saison", sagte Kraft mit Blick auf das Spiel beim Spitzenreiter am Samstag im Interview mit dem Kicker.

Den guten Saisonstart für einen Aufsteiger mit 15 Punkten nach neun Spielen weiß er einzuordnen: "Wir wissen auch, dass auf uns auch noch ein paar Niederlagen zukommen in dieser Saison. Trotzdem sind wir kein Zufalls-Vierter. Wenn man die Spiele bis jetzt analysiert, muss man sagen: Wir stehen zu Recht dort."

Kontinuierliche Entwicklung

Kraft sieht die Mannschaft auf einem sehr guten Weg. Verblüfft habe ihn bislang nur der 6:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zum Auftakt. Mittlerweile ist er überzeugt: "Wir können mithalten in der Bundesliga und hatten bisher fast immer eine Lösung."

Das liege vor allem daran, dass die Truppe sich auch dank der Neuen wie Sebastian Langkamp, Per Ciljan Skjelbred oder Hajime Hosogaj weiterentwickelt hat: "Wir spielen inzwischen schneller, variabler, schalten in beide Richtungen schnell um und verteidigen gut."

"Es gibt jetzt weniger Egoismen" 

Im Vergleich zur Saison 2011/12, als Hertha BSC nach einer soliden Hinrunde noch auf den Relegationsplatz abrutschte und letztlich abstieg, sieht Kraft die Mannschaft auch charakterlich ausgewogener besetzt: "Dass hier nach zwei, drei Niederlagen jemand querschießt, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ich das mit unserer letzten Bundesliga-Saison vergleiche, muss ich sagen: Es gibt jetzt viel weniger Egoismen."

Das liege auch daran, dass im Umfeld mittlerweile Ruhe und Kontinuität eingekehrt sei, führte Kraft aus: "Die Vorzeichen sind andere. Wir haben auf der Trainerposition jetzt Kontinuität - und deutlich mehr Ruhe und weniger Nebengeräusche im Klub."

Überraschungsteam? "Dagegen spricht nichts"

Trotz Rang vier nach einem Viertel der Saison sieht der 25-Jährige aber "keinen Anlass, unser Saisonziel jetzt nach oben zu korrigieren. Das können wir tun, wenn der Klassenerhalt sicher ist."

Grundsätzlich bleibe er aber dabei, dass der Hauptstadtklub "auf Sicht wieder europäisch spielen" müsse. Deswegen traut Kraft der Mannschaft durchaus zu, in dieser Saison die Rolle des Überraschungsteams zu übernehmen: "Dagegen spricht nichts. Trotzdem braucht hier keiner nach neun Spielen das Träumen anzufangen. Der Klub hat turbulente Jahre und zwei Abstiege hinter sich, das erdet."

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